Die Sedierung - Traumschlaf beim Zahnarzt ?
Sedierung und Traumschlaf in der Oralchirurgie in Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)
Geschichte der Sedierung (Tiefschlaf)
In Anbetracht der Tatsache, dass bei ca 40% der Kinder, die Angst vor einer zahnärztlichen Therapie haben und eine Behandlung ohne Sedierung oder Narkose nicht möglich ist sowie einem Gesamtbevölkerungsanteil von ca 15% der als sehr ängstlich eingestuft wird., ist es nicht wirklich überraschend, dass, historischgesehen, Zahnärzte sich als Pioniere der modernen Anästhesiologie hervorgetan haben.
Vorgängersubstanzen der heute verwandten Anästhetika, wie Äther, Lachgas oder Schlafmohnextrakte, waren schon seit Jahrhunderten bekannt. Auch gibt es Hinweise, dass die Anwendung von Opium und Halluzinogenen, wie Stechapfel, zum Zwecke der Sedierung, bspw. bei rituellen Beschneidungen, schon im Alten Agypten üblich war. Intravenöse Sedativa fanden vergleichsweise spät Eingang neben den Inhalationsanästhetika in die Zahnmedizin, was vor allem daran liegt, dass nebenwirkunsarme und gut steuerbare, intravenöse Sedativa erst sehr spät (ab 1946) zur Verfügung standen. Dennoch dauerte es fast zwei Jahrzehnte bis mit dem 1962 auf den Markt eingeführten Diazepam ein intravenöses Sedativum weite Verbreitung in der Zahnheilkunde fand. Aufgrund seiner langen Verweilzeit im Körper und seiner aktiven Metabolite gelang erst mit der Einführung von Midazolam 1976 der Durchbruch. Aufgrund seiner geringen Nebenwirkungen, extrem schnellen Eintrittszeit und für ambulante Eingriffe vorteilhaften Pharmakologie hat sich Midazolam (Dormicum*)als intravenöses Sedativum als Mittel der ersten Wahl international durchgesetzt. Auch in Nordamerika und Großbritanien, wo die Sedierung mittels Lachgas in der Zahnheilkunde im Gegensatz zum deutschsprachigen Raum traditioniell einen hohen Stellenwert besitzt, kommt mittlerweile Midazolam (Dormicum*) bei der Sedierung immer häufiger zum Einsatz.
Konzept der "Conscious Sedation" (Sedierung beim Zahnarzt)
Bei einer Sedierung werden Ihnen vom einem dafür speziell ausgebildeten Fachzahnarzt unter Überwachung der Herz- und Kreislauffunktionen Schmerzmittel (Analgetika) und Beruhigungs- oder Schlafmittel (Sedativa) über einen Venenzugang verabreicht. Sie sind dann während der Zahnbehandlung zwar ansprechbar und atmen selber, befinden sich aber in einem Dämmerschlaf.
Die gelöste und schläfrige Situation verhindert oder vermindert unerwünschte Angstreaktionen und belastet das Herz-Kreislaufsystem geringer. Zur sicheren Schmerzausschaltung ist bei der Sedierung zusätzlich noch eine örtliche Betäubung in lokaler Anästhesie erforderlich.
Schließlich spielt die erhaltene Kooperativität des Angstpatienten eine bedeutend wichtigere Rolle als bei nicht-zahnärztlichen Eingriffen. So sollte der zahnärztliche Patient auch unter der Sedierung in der Lage sein, Auskunft über den Ausbreitungsgrad der Lokalanästhesie zu geben, die Mundöffnung aufrecht zu erhalten und auf Kommando bspw. die Zunge bewegen. Diese speziellen Erfordernisse haben in unserer spezialisierten Fachzahnarztpraxis zu der Entwicklung des Konzeptes der CONSCIOUS SEDATION geführt, welches am besten als ein Konzept der Sedierung mit gleichzeitiger Erhaltung der Ansprechbarkeit und Kooperativität beschrieben werden kann. Als Alternative zur Behandlung im Tiefschlaf beim Kinderzahnarzt wird die Behandlung mit Lachgas beschrieben. Diese Form der Behandlung von Angstpatienten bietet jedoch nicht die Sicherheit und Steuerbarkeit wie die Tiefschlafbehandlung.
Wann ist eine Sedierung zu empfehlen?
Wir empfehlen einen Dämmerschlaf bei:
• ängstlichen erwachsenen Patienten wenn andere Methoden der Angstbewältigung gescheitert sind und
bei allen invasiven zahnärztlichen Eingriffen bei Kindern
• überempfindsamen erwachsenen Patienten
• Zahnbehandlungen oder zahnchirurgischen Eingriffen, die das übliche Zeitmaß überschreiten
• oder wenn Sie einfach von der Behandlung nichts mitbekommen wollen
Wer übernimmt die Kosten für die Sedierung ?
In der Regel sind die Kosten für die Sedierung von dem Versicherten selbst zu tragen. Gelentlich werden Sie von einigen Privatversicherungen anteilsweise übernommen.
Von wem wird die Sedierung vorgenommen?
Die Sedierung wird von einem speziell dafür ausgebildeten Fachzahnarzt vorgenommen. Hierfür existieren detaillierte Empfehlungen und international festgelegte Standards der entsprechenden Fachgesellschaften über das Vorgehen bei der Behandlung von Angstpatienten und elektiven Eingriffen bei Kindern. Schließlich wird der Komplexität und der Wichtigkeit dieses Themengebietes dadurch Rechnung getragen, dass z.B. in GB eine umfangreiche Ausbildung zum "Dental Sedationist" einem Spezialisten im Sinne einer fachzahnärztlichen Spezialisierung existiert. In Deutschland gehört innerhalb der oralchirurgen Fachzahnarztausbildung das Training der intravenösen Sedierung zum Ausbildungskatalog.
Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten des schmerzfreien Traumschlafes (Sedierung) während der Zahnbehandlung in der Zahnarztpraxis erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:
Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)
Literatur zum Thema Tiefschlaf - Sedierung beim Zahnarzt:
Intravenöse Sedierung mit Midazolam in der Zahnmedizin. P.Wallowy, A. Dorow Oralchirurgie Journal 3/2011
Dr.med.dent. Frank Seidel
Zahnarzt für Oralchirurgie
TSP Implantologie
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