Zahnimplantate

Zahnunfall kontra Mundschutz

Zahnunfall - Zähne Schützen durch Mundschutz

Frontzahntrauma

Seit 15 Jahren ist zu beobachten, dass Schädelverletzungen bei Fahrradstürzen und bei Trendsportarten, wie Inlineskating oder Skateboard-Fahren, Boxen und Eishockey deutlich zugenommen haben im Vergleich zu Gesichtsverletzungen bei Straßenverkehrsunfällen. Die Auswertung von 6 000 Patienten mit Gesichtstrauma ergab bei 33 Prozent der Patienten als Unfallursache eine sportliche Betätigung und bei nur zehn Prozent einen Verkehrsunfall [Gassner et al., 1999]. Bei Schädelverletzungen sind häufig auch Zähne beteiligt.

Die Ziele der Prävention bestehen meist einerseits in der Verhütung von Unfällen und andererseits in der Verminderung der Verletzungsschwere im Falle eines Unfalls. Um dies zu erreichen, kommen verschiedene Präventionsmaßnahmen und Hilfsmittel zur Anwendung. Neben der Aufklärung der Bevölkerung über die Unfallprävention werden verschiedene Schutzvorrichtungen verwendet.

Der Mundschutz - sicherer Schutz für die Zähne vor einem Zahnunfall nicht nur beim Boxen

Durch einen Mundchutz beim Boxen vor einem Zahnunfall schützenEine körpergetragene Schutzvorrichtung im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich ist der Mundschutz. Bei Kontaktsportarten, wie dem Boxen, ist das Tragen eines Mundschutzes schon lange üblich und die Verhinderung von Zahnverletzungen lange bekannt. Selbst W. Klitschko würde heute nicht ohne Mundschutz gegen einen Box-Amateur in den Ring steigen. Die gute Wirksamkeit des Sportmundschutzes wird aber auch von Spielern verschiedener Ballsportarten genutzt. So wird z.B. bei Basketballspielern in den USA 82 Prozent weniger Zahnverletzungen nachdem Tragen eines Mundschutzes beobachtet. Auch ist die Akzeptanz gerade bei diesen Sportarten für das Tragen eines Sportmundschutzes erheblich gestiegen, besonders, wenn schon eine Zahnverletzung vorgelegen hat. So z.B. bei neuseeländischen Rugbyspielern, von welchen 1993 nur 67% einen Mundschutz trugen, ist die Zahl der Sportmundschutz-Spieler bis heute auf 97 Prozent angestiegen. 

Was tun, wenn es wirklich beim Sport zum Zahnverlust (Zahnunfall) kommt ?

Bei einem Sportunfall mit Zahnverlust kommen meist auch noch eine Verletzung der Weichteile(Zahnfleisch, Wange, Lippen) hinzu. Durch starke frontale Kräfte wie beim Hockey, Boxen oder Tennis kann es bei einem starken Zahnunfall zu einer Kieferfraktur kommen. In jedem Fall sollte hier ein chirurgisch versierter Zahnarzt(Oralchirurg), welcher in der Versorgung eines sogen. Frontzahntraumas geübt ist schnellstens aufgesucht werden.

Wichtige Hinweise für das Verhalten bei einem herausgeschlagenen Zahn beim Sport finden Sie bei Erste Hilfe bei Zahnunfall.

 

Wie funktioniert ein Mundschutz ?Mundschutz

Der Mundschutz fungiert als Abstandhalter zwischen Zahnreihe, Wange und Lippen, und verhindert somit Weichgewebsverletzungen (Zahnunfall) im Mundbereich. Durch eine Verteilung und Dämpfung der einwirkenden Kraft wird das Frontzahntrauma verhindert. Durch die Trennung der Zahnreihen wird ein Aufeinanderprallen der Zähne im Moment der Krafteinwirkung verhindert. So können Verletzungen der Zähne des Oberkiefers, zum Beispiel beim Sturz auf das Kinn, vermieden werden. Die United States Joint Committee on Mouth Protectors stellt folgende



Anforderung an einen Mundschutz:
1. sicheren Sitz und Halt
2. angenehmes Tragen
3. geringe Beeinträchtigung beim Sprechen und Atmen
4. Bruchfestigkeit
5. sicheren Schutz von Zähnen, Zahnfleisch und Lippen.

Anfertigung eines individuellen Mundschutzes

Nach einer einfachen Abformung beim Zahnarzt wird im Zahntechnik Labor auf Modellen von Ober-und Unterkiefer der Mundschutz angefertigt. Üblicherweise kommen weichbleibende Acrylkunststoffe und thermoplastische Vinylkunststoffe zur Anwendung. Ein Mundschutz kann auch mittels einer entsprechend ergänzten Tiefziehschiene hergestellt werden.

 Mundschutz-Modell
Bei der Verwendung des Mundschutzes gilt die alte Volksweisheit "Vorbeugen ist besser als Heilen". Allerdings sollte im Zeitalter knapper werdender Ressourcen und Ökonomisierung der Medizin der Spruch noch ergänzt werden: "Vorbeugen ist besser und billiger als heilen." Die Anfertigung eines Mundschutzes kostet lediglich ein Zehntel im Vergleich zu einer implantatgetragenen Krone, und er stellt somit ein einfaches und wirksames Mittel zur Prävention vor einem Zahnunfall dar.



Möchten Sie mehr über die protektiven Möglichkeiten eines Sport-Mundschutzes beim Zahnarzt in Kleinmachnow bei Berlin erfahren ? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)

 


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 29.09.2009
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Zahnarzt für Oralchirurgie
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