Zahnimplantate

Prophylaxe

Dentalhygiene & Prophylaxe - für den optimalen Schutz Ihrer Zähne

Was versteht man unter Prophylaxe beim Zahnarzt ?

Dentalhygiene & Prophylaxe - für den optimalen Schutz Ihrer ZähneUnter Prophylaxe versteht man in der Medizin generell Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten. So entstammt die Wortherkunft aus dem lateinischen: prophylacticum und ist im 18.Jahrhundert ins Deutsche überliefert worden. Generell unterscheidet man die primäre Prophylaxe(Impfungen, Verhinderung von Infektionskrankheiten), welche den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern oder die Entstehung bzw. Ausbreitung von Krankheiten verbessern will. Bei der Sekundär-Prophylaxe wird eine Krankheit in einem frühem Stadium behandelt oder besser möglichst zeitnah erkannt. Die Vorsorge von Krebs(Krebsfrühuntersuchungen) spielt dabei in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie eine sehr wichtige Rolle wie z.B. bei einem Mundbodencarcinom. Bei der Vermeidung von Krankheitsrückfällen und deren Rehabilitation spricht man von der sogen. Tertiär-Prophylaxe. Sie kommt vorallem bei der Behandlung von chronischen Erkrankungen(Parodontose) zur Anwendung.

In der Zahnmedizin kommen verschiedene Ansätze der Prophylaxe zur Anwendung. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die professionielle Zahnreinigung als Prophylaxe zum Schutz des Zahnfleisches, Zahnes und somit zur Vermeidung einer Parodontose oder Karies bezeichnet. Bei dem Schutz der Zahnhartsubstanz und der Vermeidung einer späteren Zahnfüllung kommt der Prophylaxe gegen Karies z.B. durch die Fissurenversiegelung, flouridhaltige Zahnpasta oder flouridhaltigen Mundspüllösungen eine übergeordnete Rolle zu. Aber auch die Vermeidung bzw. Prophylaxe von Mundgeruch wie z.B. durch den Gebrauch von Mundspüllösungen oder die Reinigung von Zahnzwischenräumen mit Zahnseide gehören zum zahnmedizinischen Kompetenzbereich. Die Prävention von Mundkrebs in Verbindung mit der Inspektion und Palpation des Mund-und Rachenraumes gehört mit zu den wichtigsten Prophylaxe-Untersuchungen des Zahnarztes und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen.

Beim Kinderzahnarzt sind die Polarisierung der Verteilung kariöser Läsionen, frühkindliche Karies, Milchzahnkaries, versteckte Karies, Mineralisationsstörungen und Erosionsschäden die großen Herausforderungen in der heutigen Zeit. Diese neuen Arbeitsfelder erfordern eine stärkere Fokussierung der Prophylaxe-Programme beim Zahnarzt schon auf die 1- bis 3-Jährigen. Frühberatung, Frühdiagnostik, Frühprävention und Verweisung zur Frühtherapie müssen besondere Aktionsfelder der Gruppenprophylaxe durch die Dentalhygenikerin bei Kindern zwischen 1 und 6 Jahren werden. Flouridiering, Fissurenversiegelung und auch kieferorthopädische Behandlungen mit einer Zahnspange zur Prophylaxe von Zahnfehlstellungen stehen im Focus des Behandlungsspektrum beim Zahnarzt.

Dentalhygiene-Prophylaxe und langfristiger Zahnerhalt

Das Berufsbild der  Dentalhygenikerin wurde in Europa erstmals in den 70iger Jahren, aus den USA kommend in Schweden, Holland, der Schweiz als zahnmedizinischer Beruf eingeführt. In der Schweiz ist die Ausbildung ein Fachhochschulstudium, das an der Zahnmed. Fakultät durchgeführt wird und insgesamt 4 Jahre andauert. Mirkrobiologie, Pharmakologie, Röntgendiagnostik, Differenzialdiagnostik der Mund-Schleimhauterkrankungen und der gingivalen Strukturen des Zahnhalteapparats, Behandlungs-und Therapieformen sind Schwerpunkte dieses anspruchsvollen Studienganges um hier nur einige Schwerpunkte zu nennen. In unserer Praxis ist speziell für diese Dentalhygiene und die Durchführung der Prophylaxe(professionielle Zahnreinígung) eine entprechende Dentalhygenikerin aus Zürich beschäftigt. Arbeitsschwerpunkte der Dentalhygiene sind die Aufklärung des Patienten über die Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Gingivitis, Parodontitis, Parodontose), die Prävention und das Training der eigenverantwortlichen Zahnreinigung wie Zähneputzen und der Umgang der Reinigung von schwer zugänglichen Zahnzwischenräumen, Zahnbrücken und Implantaten. Gerade nach aufwendigen implantat-prothetischen Sanierungen ist die Pflege und sorgfältige Reinigung der periimplantären Umgebung und Suprastrutur wie Prothese oder Brücke entscheidend für die Vermeidung eines Implantatverlustes, welcher meist durch eine Implantatentzündung(Periimplantitis) hervorgerufen wird.

Auch die Früherkennung von Mundschleimhauterkrankungen, Kariesdiagnostik. Politur von Zahnfüllungen, Entfernung von oberflächlichen und tiefen Belägen von Zahn-und Zahnwurzel gehören zum Aufgabengebiet innerhalb der Dentalhygiene. Die enge Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt und Arzt sind für eine Dentalhygenikerin(DH) selbstverständlich und werden schon im Studium erlernt und später aktiv in der Zahnarztpraxis durchgeführt.

Der Parodontal - Befund zur Prohylaxe gegen lockere Zähne

Bei Verdacht auf Parodontose wird vom Zahnarzt generell ebendieser diagnostisch wertvolle Befund erhoben und beinhaltet folgende Kriterien: 

  • 4 xTaschentiefenmessung am Zahn 
  • Zahnfleisch-Rückgang(Rezession) am Zahn
  • Zahnstein - und Beläge 
  • Zahnlockerung
  • Furkationsbefall an Molaren(Knochenabbau an der Wurzelteilung)
  • Erfassung des BOP-Index(Bleeding on Probing) = Prozentwert der Zahnfleischtaschen, die beim Sondieren bluten
  • Mundgeruch

Der Speicheltest - Prohylaxe zur Früherkennung von Karies

Durch den Speicheltest können wir die Anzahl der kariesverursachenden Bakterien messen. So kann durch eine frühzeitige Karies - Prophylaxe eine gezielte Therapie und langfristige Behandlung dieser Volkskrankheit vorgenommen werden. Gerade in der Schwangerschaft und bei jungen Müttern kann das Risiko der Übertragung ereblich vermindert werden.

Der Prophylaxe - Zahnfleischtaschen - Test 

Zur gezielten zahnärztlichen Behandlung einer Parodontose ist im fortgeschrittenen bzw. agressiven Stadium eine gezielte Verordnung von Antibiotika notwendig. Da das Keimspektrum zur Verursachung unterschiedlich sein kann, muss ebensolches im Vorfeld individuell bestimmt und therapeutisch eingeschätzt werden. Mit Hilfe kleiner , saugfähiger Träger(Papierspitzen)  werden in den Zahnfleischtaschen geringste Bakterienmengen entnommen und diese anschließend im mikrobiologischen Labor bestimmt. So kann der Verlauf und das Risiko währen einer einer solchen Behandlung optimal medikamentös unterstützt werden. 

Der Prophylaxe - Gen Test zur Bestimmung des Parodontoserisikos

Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass eine Verbindung zwischen dem Auftreten spezifischer Interleukin-I-Genotypen und einem gesteigerten Risiko für Parodontalerkrankungen besteht. Über die Genotypisierung von Interleukin-Allelen kann so eine zusätzlich wichtige prognostische Information hinsichtlich eines Parodontose-Risikos eingeschätzt werden. Der Abstrich für dieses Verfahren wird einfach aus der Wangenschleimhaut entnommen.

Literatur zum Thema Prophylaxe und Dentalhygiene:

- Dentalhygiene im Rahmen der zahnärztlichen Implantologie, Lang, M., Parodontoloie 8 (1997) Quintessenz Verlag Berlin
- Handbuch der Dentalhygiene, Botticelli, Antonella Tani, Erfahrung ist der beste Lehrmeister (2002) Quintessenz Verlag Berlin
- Prophylaxe für Kinder, Basting G, Früh übt sich - Patientenaufklärung (2005) Quintessenz-Verlag Berlin
- Zahnärztliche Prophylaxe für Schwangere in der täglichen Praxis, Ehrmann M. (2008) Quintessenz Verlag Berlin

- Altersgerechte Prophylaxe - Grundlagen und Praxisfälle für Zahnmedizinische Fachangestellte und angehende Prophylaxeassistentinnen, Schulz-Brewing B., Kiehl Verlag Herne (2011)



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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 18.09.2011
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