Zahnoperation
Zahnoperation - Vorsorge - Nachsorge - Therapieverfahren - Narkosemöglichkeiten - Tiefschlaf - Zahnwurzel
Unter einer Zahnoperation sind alle ambulanten Operationen am Zahn und umliegenden Gewebe(Parodontium) zu verstehen. In der Regel werden Zahnoperationen in Lokalanästhesie vom Oralchirurgen durchgeführt. Zu der Zahnoperation gehören chirurgische Eingriffe wie die Wurzelspitzenresektion (Abtrennen der entzündeten Wurzelspitze), die operative Entfernung von Weisheitszähnen, die Entfernung (Osteotomie) von Wurzelresten, die chirurgische Behandlung des Zahnfleisches(offene Parodontosebehandlung) und kosmetisch korrektive Eingriffe am Zahnfleisch(Verschiebeplastiken, Freie Schleimhauttransplantationen, Abdeckung von freiliegenden Zahnhälsen) und die Wurzelbehandlung. Die transdentale Fixation von Zähnen(endodontische Stabilisierung eines Zahnes innerhalb der Wurzelspitzenresektion) und die Hemisektion von Zähnen (Erhalt einer Zahnwurzel und Entfernung der Erkrankten) sind bei den Zahn-Operationen in den Hintergrund getreten. Hier haben sich modernere Therapieverfahren wie die Implantation zum Zahnersatz eines verlorengegangenen Zahnes durchgesetzt.
Bei einer länger geplanten Zahnoperation und bei sehr ängstlichen Patienten(Angst vorm Zahnarzt) empfielt sich die Behandlung im Tiefschlaf(Sedierung) oder in Vollnarkose. Vor einer Zahnoperation sollte in jedem Fall der aktuelle Gesundheitsstatus des Patienten aufgenommen werden. Insbesondere sind hier Blutungsneigungen, Immunerkrankungen, chronische Infektionen, Herz-Kreislaufschwäche und Diabetes zu erfragen. Bei Einnahme von Medikamenten, welche die Blutgerinnung beeinflussen muß in Absprache mit einem Internisten oder Hausarzt der jeweilige Quick (INR-Wert) vor einer Operation entsprechend eingestellt werden. Bei Patienten mit einer künstlichen Herzklappe oder einem angeborenem Herzfehler ist eine sogenannte Endokarditisprophylaxe mit einem Antibiotikum vor und nach jeder Zahnoperation indiziert. Diese Prophylaxe verhindert die sekundäre Besiedlung von Bakterien auf z.B. der Herklappe und somit eine weitergehende Entzündung im Gewebe oder Gesamtorganismus. Die Operation wird idR von spezialisierten Zahnärzten wie Oralchirurgen ambulant operativ durchgeführt. Hierzu ist in den meisten Fällen keine stationäre Aufnahme in ein Krankenhaus erforderlich. Nur bei gößeren Knochenaufbauten(Augmentationen) mit Knochenentnahme aus dem Beckenkamm oder größereren Tumoroperationen wird eine stationäre Betreuung erforderlich.
Das Beachten wichtiger Verhaltensregeln nach einer Zahnoperation minimiert eine lange Nachsorge und die postoperative Behandlungszeit. Generell können nach jeder Zahnoperation am zweiten-dritten Tag Schwellungen im Operationsgebiet auftreten, die dann aber wieder schnell abklingen. Werden keine sich selbstauflösenden Fäden zum Verschluß der Operationswunde eingesetzt, erfolgt die Entfernung derselben nach ca 5-7 Tagen vom Zahnarzt. Eine Zahnoperation sollte generell von einem dafür speziell ausgebildeten Fachzahnarzt (Oralchirurgie) durchgeführt. werden.
Dr.med.dent. Frank Seidel
Zahnarzt für Oralchirurgie
TSP Implantologie
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