Zahnimplantate

Zahnimplantat-Keramik

Zahnimplantat aus Keramik (Zirkon) in Berlin

Geschichte über das Keramik-Zahnimplantat

In Tübingen wurde 1974 das Tübinger Sofortimplantat entwickelt und erstmalig 1975 beim Patienten inseriert. Dieses Keramik-Implantat bestand aus Aluminiumoxid-Keramik. Es zeigte häufig frühe Verluste, vor allem, wenn keine gute Primärstabilität im Knochen erreicht wurde. Das lag  an der relativ glatten Oberfläche des Keramik-Implantats und den fehlenden retentiven Strukturen der Oberfläche. Das Tübinger Sofortimplantat von Prof.Dr.Schulte war, bedingt durch das Makrodesign, auf das Einwachsen des Knochens in die auf der Oberfläche eingearbeiteten Lakunen angewiesen. Die gewonnen Ergebnisse und Erfahrungen mit diesem Keramik-Implantat flossen in die Weiterentwicklung des Frialit-2 Implantates ein, welches allerdings aus Titan besteht. Die am meisten heute verwendeten Zahnmplantate bestehen aus hochreinem Titan, da es besonders gewebefreundlich ("biokompatibel") ist und mit dem Knochen einen sicheren Verbund bildet. Doch erleben Keramik-Zahnimplantate aus dem Werkstoff Zirkon("Zirkonoxid") eine Renaissance in der Zahnmedizin. So wird ein alter und längst vergessener Werkstoff neu entdeckt.
Bereits im Jahre 1789 entdeckte der deutsche Chemiker M. H. Klaproth den Werkstoff Zirkoniumdioxid. Der Hauptrohstoff für die Darstellung von Zirkoniumdioxid ist das Mineral Zirkon (ZrSiO4). Neben seiner großen Festigkeit ist Zirkon sehr biokompatibel. Aus diesem Grunde wird Zirkon in der Medizin (Gehör-, Finger- und Hüftendoprothesen) und der Zahnmedizin (Wurzeltifte bei der Wurzelbehandlung, Kronen- und Brückenversorgungen, Teleskop-Abutments, Implantat) verwendet. Auch bei Meso-Strukturen in der implantologischen Rehabilitation mit Stegen kommt Zirkon zur Anwendung.

In den Jahren 1998 bis 2000 entwickelte Zahnarzt Dr. Ulrich Volz das  erste zugelassene und zertifizierte metallfreie Keramik-Implantat Z-Systems, welches aus dem Werkstoff Zirkon-oxid hergestellt wird. Diese Keramik-Implantate sind seit 2001 mittlerweile in der dritten Generation im Einsatz.

Ist das Keramik-Zahnimplantat eine Alternaive zu den bewährten Titan-Zahnimplantaten ?

Zum jetzigen Zeitpunkt nein. Das Keramik-Zahnimplantat wird einteilig, d.h. zusammen mit dem Implantataufbau in den Kieferknochen eingesetzt, woraus sich  erhebliche Nachteile in der Weiterbehandlung ergeben. So muss der Zahnarzt das gesetzte einteilige Keramik-Implantat meist beschleifen um den Aufbau in die  individuelle Form für den geplanten Zahnersatz zu bringen. Hier besteht nun die Gefahr der thermischen Überhitzung, welches sich negativ auf den umliegenden Knochen des Zahnimplantaes auswirken kann. Durch diese Bearbeitungsweise wird auch im Material Rissen und Alterungsprozessen des Zirkon-Implantates Vorschub geleistet. Der Vorteil bei diesem Kermik-Implantat-System wird in der guten Bio-Verträglichkeit bei Allergikern (Ganzheitlicher Zahnersatz) und in den hervorragenden Weichgewebseigennschaften gegenüber der Anlagerung des Zahnfleisches gerade im Frontzahnbereich gesehen. So entfällt gerade bei einem sehr dünnen periimplantären Zahnfleischsaum das Durchschimmern von metallischen, dunklen Anteilen des Implantates oder des Implantataufbaus(Abutment) aus Titan. Auch die Anlagerung von Zahnstein und Plaque ist aufgrund der abweisenden Keramik-Oberfläche deutlich geringer als bei den herkömmlichen Zahnimplantaten. Somit ist auch das Risiko einer Zahnimplantat-Entzündung(Periimplantitis) deutlich geringer einzustufen.

Die Kombination Implantat aus Titan und Abutment (aufschraubbarer, abgewinkelter Kegel) aus Keramik(Zirkoniumoxid) ist zurzeit weiterhin das Mittel der Wahl und wird in einer modernen Zahnarztpraxis favourisiert angewendet. Es sind auch schon zweiteilige Keramik-Zahnimplantate auf dem Markt, um og Nachteile der Implantate auszugleichen. Jedoch ist man dennoch bislang zurückhaltend bei dem Einsatz des Keramik-Zahnimplantates, da Langzeiterfahrungen und Ergebnisse fehlen.

Literatur zum Thema Keramik-Zahnimplantat und Zahnersatz:

Die Sofortimplantation in Tübingen, Eine Übersicht nach mehr als 30 Jahren, Gomez-Roman, German , Weber, Heiner , Axmann, Detlef , Schulte, Willi (†), Quintessenz Zahntechnik 35 (2009), Nr. 5, Quintessenz-Verlag Berlin

Weichgewebemanagement und Zirkoniumdioxid, Die ideale rot-weiße ergänzung in der Perioprothetik, Körner, Gerd , Müterthies, Klaus, QZ - Quintessenz Zahntechnik 35 (2009), Quintessenz-Verlag Berlin

Ein Zahnersatz für zwei Lebensabschnitte, Ein innovativer Lösungsansatz unmittelbar vor und in der Lebensphase mit altersbedingten Erkrankungen und Behinderungen
Cacaci, Claudio ,Lotz, Hans-Joachim ,Randelzhofer, Peter , Weigl, Paul, Implantologie 17 (2009), Nr. 1, Quintessenz-Verlag Berlin

Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten des Keramik-Zahnimplantat beim Zahnarzt in Kleinmachnow bei Berlin erfahren ? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie 

Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam-Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 11.08.2009
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