Zahnimplantate

Zahnfleischentzündung

Ursachen und spezielle Behandlung der Zahnfleischentzündung

Eine Zahnfleischentzündung erfordert eine spezielle Zahnfleischbehandlung beim Zahnarzt um einen Zahnerhalt möglichst lange zu gewährenDie Ursachen der Zahnfleischentzündung und Durchführung einer Zahnfleischbehandlung sind seit langem bekannt. Ebenso die vorbeugenden Maßnahmen in der Verhinderung der Zahnfleischentzündung.  Die Behandlung der Zahnfleischentzündung ist bereits seit Beginn dieses Jahrhunderts eine der Hauptaufgaben des Zahnarztes. Leider befassten sich in der Vergangenheit eine Vielzahl der Zahnärzte nur vorwiegend mit der Schmerzbehandlung, Zahnextraktion und Zahnersatz. Erst seit der Einführung moderner und gezielter prophylaktischer Behandlungsmaßnahmen(Prophylaxe) widmet man sich auf breitere Basis mehr der Erhaltung der Zähne. Noch vor wenigen Jahren wurden als Indikation für die Zahnextraktion der Abbau des Kieferknochens bis zur Wurzelhälfte, die Zunahme der Zahnbeweglichkeit und größere Zahnfleischtaschen als Anlaß genommen, den vielleicht noch erhaltungswürdigen Zahn zu entfernen.

Die Ausbildung zum Spezialisten für Zahnfleischbehandlung(Spezialist für Parodontologie-Dauerhafte Zahnfleischentzündung) und verfeinerter Methoden(Laser) in der Behandlung der Zahnfleischentzündung  setzt sich diese Behandlungsform immer mehr, gerade in der oralchirurgischen Zahnarztpraxis durch. Wenn die Prinzipien der modernen Zahnfleischbehandlung bezüglich der Anfangsphase (Vorbehandlung) und der aktuellen mikrobiologischen und klinischen Diagnostik befolgt werden, so ist die Behandlung der Zahnfleischentzündung in der Regel erfolgreich.

Aufbau von Zahnfleisch und Zahnhalteapparat:

Das Zahnfleisch wird in der Fachsprache lateinisch Gingiva genannt. Eine Zahnfleischentzündung der Gingiva bezeichnet man als Gingivitis. Das Zahnfleisch ist der epitheliale Bestandteil des sogenannten Zahnhalteapparates.

Der Zahnhalteapparat (Parodontium), welcher den natürlichen Zahn umgibt, besteht nun aus folgenden Bestandteilen: 

  • Zahnfleisch s.o.
  • Wurzelzement
  • Zahnfleisch-Fasern (Desmodont)
  • Kieferknochen (Alveolarknochen)

Der Zahn wird über diesen Zahnhalteapparat durch die Zahnfleisch-Fasern fest verankert. Eine Schädigung des Zahnhalteapparates (u.a. durch eine Zahnfleischentzündung) führt zu einer Schwächung dieser Verankerung und letztendlich zur Zahnlockerung.

Ursachen, Verlauf und Risikofaktoren der Zahnfleischentzündung und Parodontose

Es besteht kein Zweifel darüber, dass Mikroorganismen bei der Entstehung der Zahnfleischentzündung und Parodontose die Hauptrolle spielen. Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Parodontitis sind Ausdruck der entzündlichen Reaktion des gesamten Parodontes, ausgelöst durch sogenannten Plaque, die in unmittelbarer Umgebung zu dem Zahnfleisch direkten, negativen Einfluß ausüben kann. Die konsequente Entfernung der bakteriellen Plaque, sei mechanisch, chemisch oder mit dem Laser, bewirkt ein Verschwinden der Zahnfleischentzündung. Aus diesem Grund ist die Mundhygie, Zahnpflege des Patienten das beste und das einfachste Mittel der Zahnfleischbehandlung.

Das Bild der Zahnfleischentzündung (Gingivitis) ist ein geschwollenes und gerötetes Zahnfleisch. Bei Berührung und Sondierung fängt es spontan an zu bluten. Außerdem ist ein starker Mundgeruch warnehmbar. Die Zahnfleischentzündung verschwindet in der Regel nach gründlicher Zahnpflege oder nach einer professioniellen Zahnreinigung durch eine Dentalhygenikerin. Die unbehandelte Form der Zahnfleischentzündung geht in das Krankheitsbild einer Parodontose über.

Man kann annehmen, dass in Deutschland fast jeder Erwachsene über 18 jahre an einer Form der Zahnfleischentzündung und Parodontose leidet. Deshalb gibt es in allen zahnärztlichen Disziplinen Zahnfleisch-Probleme zu lösen. Die Parodontose ist zusammen mit der Karies laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) die gößte Zivilisationskrankheit. Beide sind gleichermaßen verantwortlich für den Verlust des natürlichen Kauorganes. Risikofaktoren für eine Zahnfleischentzündung sind Nikotinabusus, Stress, Medikamente und Schwangerschaft. Der Krankheitsverlauf der Parodontose ist zum Teil genetisch bedingt und vor allem abhängig von der Disposition des Patienten. Die Art und die Anzahl der Bakterien im Mund bestimmen entscheidend das Krankheitsbild und den Verlauf.

Mit digitalen Röntgenbildern lässt sich der Verlauf der Zahnfleischentzündung dokumentieren. Für eine genaue Diagnose ist eine Sondierung eines jeden Zahnes durch den Zahnarzt wichtig. So lässt sich die Zahnfleisch-Taschentiefe eruieren und daraus der vertikale und horizontale Kieferknochenverlust bestimmen. Physiologische Zahnfleischtaschen gibt es nicht. Ab einem gewissen vertikalen Knochenverlust kommt es zur Zahnlockerung. Schreitet dieser Knochenverlust weiter voran, so führt dies zum Zahnverlust.

Behandlung der Zahnfleischentzündung 

Da kein Patient die gleichen Voraussetzungen in seiner Mundhöhle und in seinem Zahnfleisch-Zahnhalteapparat hat, sollte in der Zahnarztpraxis jeder Patient ein auf ihn individuell zugeschnittendes Mundhygieneprogramm bekommen. Der Status der individuellen Mundhygiene bestimmt das Vorherrschen und den Schweregrad der Zahnfleischentzündung. Die Kontrolle und Entfernung der Plaque (Zahnstein) ist die effektivste Methode zur Verhinderung dieser Akkumulation an der Zahnfleisch-Oberfläche. Der zuverlässigste Weg der Zahnfleisch-Prophylaxe ist nichts anderes als die mechanische Zahnpflege und die mechanische Säuberung des Zahnfleisch-Sulcus.

Eine akute Zahnfleischentzündung kann medikamentös durch ein Antibiotikum und lokale Spülungen mit einer speziellen Mundspüllösung behandet werden. Die Wirkung chemotherapeutischer Hilfsmittel verhindert die Multiplikation der Zahnfleisch-Bakterien und bewirkt eine Reduktion der Mikroorganismen durch Metallsalze, Enzymderivate oder Präparate in Mundspülungen und Zahnpasta. In den letzten 25 Jahren ist es gelungen durch Chlorhexidin-digluconat die Plaquebildung zu hemmen und die Zahnfleischentzündung und damit den Zahnfleischrückgang zu beseitigen und sogar zu verhindern ! Jedoch bewirkt diese Form der Mundspüllösung nur auf die oberflächliche Plaque, weil die Lösung nicht in die tiefen Anteile der Zahnfleisch-Tasche vordringen kann. Durch die Mundspüllösungen können sich die Zähne und das Zahnfleisch stark verfärben. Durch eine professionielle Zahnreinigung und anschließendes Bleaching kann der Zahnarzt die optimale Farbe und Ästhetik des Zahnbestandes wiederherstellen.

Die Zahnfleischentzündung kann auch bei Zahnimplantaten auftreten. Bei einer sogen. Periimplantitis zieht sich das Zahnfleisch in der initialen Phase der Erkrankung zurück. Deshalb ist gerade bei Implantaten auf eine besonders gründliche Reinigung der Zwischenräume am Zahnersatz zu achten.

Literatur zum Thema Zahnfleischbehandlung und Zahnfleischentzündung:

Kandilakis, Maria, Lang, Niklaus P., Parodontologie 12 (2001), Quintessenz-Verlag, Berlin

Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten zur Zahnfleischbehandlung insbesondere bei Zahnfleischentzündungund zur Prophylaxe von Zahnfleischrückgang und Zahnfleischentzündung beim Zahnarzt in Kleinmachnow bei Berlin erfahren ? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei  Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 21.11.2011
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