Zahnimplantate
Diese Seite:
weiter empfehlen drucken zu Favoriten Google MisterWong Twitter MySpace weitere Bookmarkdienste

Zahnentfernung

Operative Zahnentfernung - Narkose - postoperativer Verlauf - Knochenersatzmaterial - Gingiva - Zahnschmerzen

Unter dem Begriff operative Zahnentfernung versteht man die chirurgische Freilegung und anschließende Extraktion einer Wurzel oder eines verlagerten Zahnes unter Aufklappung der Gingiva und Fortnahme eines Teils des Alveolarknochens. Nicht zu vergleichen ist diese Begriffsbildung mit einer einfachen Zahnextration, bei welcher der durch Karies oder Parodontose nicht mehr erhaltungswürdige Zahn ohne Aufklappung des Zahnfleisches atraumatisch entfernt wird. Bei einer aufwendigen, operativen Entfernung eines Zahn empfiehlt sich die Durchführung dieser ambulanten Operation im Tiefschlaf oder bei mehreren Zahnentfernung in Vollnarkose. Die Übersicht bei der operativen Zahnentfernung wird durch die Aufklappung der Schleimhaut gegeben. In der Regel braucht das marginale Parodontium nicht in die Schnittführung mit einbezogen werden. Zahnfleischrandschnitte sind dann indiziert, wenn dadurch die Übersichtlichkeit während des Eingriffes verbessert werden oder ein plastischer Verschluß des operativen Defektes nach einer Augmentation oder Eröffnung der Kieferhöhle erforderlich ist.

Die operative Zahnentfernung beinhaltet die Entfernung von Weisheitszähnen, überzähligen Zähnen(Behandlung mit der Zahnspange), stark zerstörten Zähnen oder stark brüchigen Zahnwurzeln. Die Ursache für die Entfernung eines Zahns sind sehr oft die Karies profunda, Rezidive nach einer Wurzelspitzenresektion, Zysten oder Parodontose. Die Indikation zur operativen Zahnentfernung von Wurzeln und entzündeten Wurzelresten ist immer gegeben, wenn eine einfache Zahnextraktion mit Zangen und Hebeln, ohne stärkere Traumatisierung des Gewebes nicht möglich ist. Wenn ein Zahn oder eine eine Zahnwurzel währen einer Zahnextraktion mehrmals abricht, so geht der Eingriff automatisch in eine operative Entfernung eines Zahns über. So ist die sofortige Extraktion einer während der Zahnentfernung abgebrochenen Wurzel eine unabdingbare Forderung. Verbliebene Wurzel- oder Zahnreste können langzeitige "Zahnschmerzen" oder Entzündungen im Kiefer verursachen. Bei einer aufwendigen Versorgung mit Zahnersatz(Zahnbrücken, Zahnkronen) ist eine operative Entfernung eines Zahns von Wurzelresten ,nicht erhaltungswürdigen Zähnen oder Weisheitszähnen dringend erforderlich. Die operative Zahnentfernung sollte so atraumatisch wie möglich verlaufen, um z.B. auch ein Maximum an Knochen zu erhalten. Ein ausreichend dimensioniertes Knochenlager ist eine Grundvoraussetzung für eine spätere Implantation. Aber auch bei Sofortimplantationen in die frische Extraktionsalveole ist der Erhalt der schwach strukturierten, vestibulären Knochenlamelle Voraussetzung für eine erfolgreiche Primärstabilität des Zahnimplantates und somit Garant für die spätere Osseointegration.

Generell sollte vor einem solchem Eingriff eine Digitale Röntgenaufnahme(OPG) angerfertigt werden. Zurückhaltend gegenüber einer operativen Zahnentfernung sollte man nach einem Schlaganfall, Herzinfarkt oder bei Patienten mit einer Blutverdünnung(Quick-Ausweis) gegenüberstehen. In diesen Fällen oder auch bei anderen internistischen Begleitmedikamentationen ist die Konsultation mit dem Hausarzt dringend erforderlich.

Der operative Ablauf der Zahnentfernung beeinhaltet meist auch die Entfernung von ortsständigem Knochen , um so durch Spezialinstrumente den Rest des Zahnes oder der Wurzel schnell und zügig entfernen zu können. Hat man den Zahn oder die Wurzel nach ausreichender Freilegung mit Zange oder Hebel entfernt, so werden alle scharfen Knochenkannten mit einer Fräse geglättet. Die zurückgebliebene Knochenhöhle wird mit dem scharfen Löffel gesäubert und idr mit einem Knochenersatzmaterial gefüllt, um der primären Wundheilung Vorschub zu leisten. So ist es auch generell üblich, wenn keine akut-entzündlichen Prozesse der operativen Entfernung eines Zahns vorausgegangen sind die Wundhöhle durch Fixationsnähte vollständig zu schließen. Der Nahtverschluß mit einer Streifeneinlage ist ein Kompromiß zwischen Tamponade und dem vollständigen Nahtverschluß. Bei dieser Form der Wundversorgung soll trotz Nahtverschluß ein gewisser Sekretabfluß ermöglicht werden. Vorausschauende Oralchirurgen verordnen prinzipiell ein Antibiotikum zur besseren Abheilung der Operationswunde. Lange Nachbehandlungen und eine gesteuerte sekundäre Wundheilung mit mehrmaliger, schmerzhafter Streifenlage bzw. deren Entfernung gehören in der heutigen Zeit nicht mehr zum Standard in der Kieferchirurgie.

Der postoperative Verlauf nach einer Zahnentfernung kann je nach Zeitdauer und Unmfang des Eingriffes variieren. das postoperative Ödem beginnt als weiche teigige Schwellung im Laufe des ersten Tages und erreicht nach 36 bis 48 Stunden senen Höhepunkt, um innerhalb der nächsten zwei bis drei Tage abzuklingen. Durch feuchte kühlende Umschläge und Antiphlogistika versucht man, die Schwellung möglichst gering zu halten. Eine Blutung in die Weichteile, ein sogen. Hämatom macht sich als harte Schwellung bemerkbar, die unmittelbar nach der operativen Zahnentfernung auftritt. Ein solches Hämatom begünstigt die Ausbildung einer Wundinfektion. Hat sich nun ein solches Hämatom ausgebildet, so kann man die Rückbildung durch thrombolytische Salben(Hirudoid, Thrombophob) beschleunigen. Eine Verhärtung , die sich nach zwei tagen innerhalb des postoperativen Ödems ausbildet, lässt auf eine Wundinfektion schließen. Schmerzen treten sehr häufig in Kombination mit Wundinfektionen auf. Geeignete Schmerzmittel in Kombination mit einem Antibiotikum senken jedoch diese unangenehmen Begleiterscheinungen.


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 17.01.2012
Aktuelles
Wurzelkanal optimal...
Durch eine tiefe Karies, Vorbereitung des Zahnes für Zahnersatz oder gar eine Zahnfraktur kann eine Behandlung des Wurzelkanal-s erforderflich werden.... weiter...
Kieferaufbau leicht...
Gerade bei älteren Menschen kann die gewünschte Implantation zur späteren Fixierung von hochwertigem Zahnersatz aufgrund von Knochenverlust ein... weiter...
Deckprothese auf...
Implantatretinierte Deckprothese-n gehören zu den erfolgsichersten und etabliertesten prothetischen Versorgungsformen beim Zahnarzt. So weist... weiter...
Zahnfleisch entzündet...
Das Zahnfleisch ist Teil der Mundschleimhaut. Wenn das Zahnfleisch entzündet ist , entsteht meist eine starke Rötung und Schwellung derselben.... weiter...
Adresse:
Dr.med.dent. Frank Seidel
Zahnarzt für Oralchirurgie
TSP Implantologie
Förster - Funke - Allee 104
14532 Kleinmachnow-Berlin
Tel.:  03 32 03-85 200
Notruf: 0174-1610060

Anmeldung:
Montag-Freitag
08.00 - 20.00 Uhr
Samstag
08.00 - 13.00 Uhr