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Weisheitszahnentfernung

Weisheitszahnentfernung - schmerzfrei - Indikation - Retenierte Zähne - Zahnarzt - Berlin

Abbildung eines Weisheitszahns nach einer erfolgreichen WeisheitszahnentfernungDie Weisheitszahnentfernung nimmt innerhalb der oralchirurgischen Zahnarztpraxis in Diagnostik und Therapie einen verhältnismäßig hohen Stellenwert ein. Indikation, Zeitpunkt und die Art-Weise dieser ambulanten Operation müssen im Vorfeld mit dem Überweisungszahnarzt, Patienten und ggf. Anästhesisten gut abgestimmt sein, um ein optimales Therapieziel zu verwirklichen.

So ist gerade die Weisheitszahnentfernung bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen in mehreren Etappen und bei vollem Bewußtsein in der heutigen Zeit nicht mehr "State of the Art" bei der Zahnbehandlung.  Moderne ambulante Narkoseverfahren oder die Weisheitszahnentfernung im Tiefschlaf (Dormicum) haben die alleinige Entfernung unter Lokalanästhesie beim Zahnarzt abgelöst. Als häufigste Ursache für die Verlagerung der 3. Molaren spielt sicherlich der Platzmangel eine wichtige Rolle. Die Weisheitszähne und die Eckzähne bleiben am häufigsten retiniert und müssen oft aus kieferorthopädischen Gründen(Behandlung mit der Zahnspange) oder wegen rezidivierender Entzündungen entfernt werden. Die haüfigste Retention des Weisheitszahnes findet in der topographisch-anatomischen Situation des Kieferwinkels ihre Begründung. Cirka 45 Prozent der Bevölkerung weisen eine Retention unterer Weiszähne auf. Der verlagerte untere Weisheitszahn hat für viele Patienten mit Angst vor dem Zahnarzt eine unterschiedliche Wertigkeit. Viele befürchten ein operatives Trauma mit z.B. Verletzungen des Unterkiefernerven oder gar einen Kieferbruch. Auch die postoperativen Beschwerden einhergehend mit Schmerzen und Schwellung sind Faktoren, warum eine Weisheitzahnentfernung vom Patienten oft unnötig hinausgezögert wird.

Indikationen für die Weisheitszahnentfernung

Für den Kieferorthopäden wirft die Retention von Weisheitszähnen immer wieder Probleme auf. Behandlungsrezidive mit der Zahnspange oder ein beobachteter Enstand der Unterkieferfrontzähne(schiefe Zähne) sind oft der Anlass die Weisheitszahnentfernung ernsthaft in kollegialer Zusammenarbeit mit dem Kieferchirurgen zu diskutieren. Das DVT oder digitales Röntgen bieten einen modernen Ansatz dafür, eine notwendige und prophylaktische Weisheitszahnentfernung vorzunehmen, wo das Wurzelwachstum noch nicht abgeschlossen ist. Als optimaler Zeitpunkt der Weisheitszahnentfernung wird vom Orachirurgen Dr.med.dent. Frank Seidel die Altersgruppe zwischen dem 13-und 18. lebensjahr angesehen, nicht jedoch vor dem Durchbruch der 2. Molaren.

Die Infektionsprophylaxe hat unter den vorbeugenden Indikationen zur Weisheitszahnentfernung den größten Stellenwert. Komplikationen ausgehend von einer Zahnfleischentzündung(Perikoronitis) des Weisheitszahnes können von einer Tascheninfektion bis hin zu einem gefährlichen Abzeß der Weichteile reichen. Der Einsatz von Antibiotika lokal oder systemisch haben diese Erkrungen zu einem überschaubaren Risiko bis zur Weisheitszahnentfernung werden lassen.

Karies an den vorderen Zähnen aufgrund schlecht zu erreichender Zahnzwischenräume ist auch ein häufiger Grund zur Weisheitszahnentfernung. Bei der Versorgung von Patienten mit Zahnersatz (Zahnkronen, Zahnbrücken) sollten Weisheitszähne im Vorfeld entfernt werden, um diese später nicht während der operativen Entfernung ebensolcher zu beschädigen.  Patienten mit Teilprothesen oder Vollprothesen können durch punktuelle Druckstellen nach jahrzehnterlanger Symptomlosigkeit heftige Zahnschmerzen selbst bei der Retention des Weisheitszahnes entwickeln. Hier beobachtet man sehr bei den älteren Patienten ausgedehnte Entzündungen oder gar Kieferzysten, welche dann in sehr aufwendigen Operationen entfernt werden  müssen.

Bei sehr stark zerstörten vorderen Mahlzähnen ist die Indikation zur Weisheitzahnentfernung nachwíevor eher als zurückhaltend einzustufen. Der Weisheitszahn kann nach der Zahnextraktion dieser Zähne einen wertvollen Pfeilerzahn für eine Brücke und somit als wichtiges Bindeglied einer Stützzone des Kauorganes werden.

Literatur zum Thema Weisheitzahnentfernung:

Die minimalinvasive Weiheitszahnentfernung im Unterkiefer. Prof.Dr. Engelke. Oralchirurgie Journal 3/2011

Weisheitszahnentfernung im Ober-und Unterkiefer - Die ambulante Chirurgie des Zahnarztes. Prof.Dr.Dr. Frenkel Hanser Verlag 1989


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 17.01.2012
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