Zahnimplantate
Diese Seite:
weiter empfehlen drucken zu Favoriten Google MisterWong Twitter MySpace weitere Bookmarkdienste

Sinusbodenelevation

Sinusbodenelevation - Aufbau der Kieferhöhle - Implantatversorgung

Nach einem Zahnverlust kommt es oft zu einer Alveolarfortsatzatrophie, die bereits nach wenigen Monaten einsetzt und deutliche Formveränderungen des Knochens und einen massiven Abbau des Alveolarkamms(Knochenverlust) zur Folge hat. Hierbei muss man bedenken, dass es sich dabeium einen chronisch-progessiven Umbauvorgang handelt. Durch eine fortschreitende Pneumatisierung der basalen Kieferhöhle kommt es zu einem verminderten Knochenangebot in der Oberkiefer-Seitenzahnregion. Der Knochenaufbau(Augmentation) dieser atrophierten Seitenzahnregion im Oberkiefer ist bei einer modernen Implantatversorgung oft unumgänglich. Die Sinusbodenelevation und die Einlagerung von körpereigenem oder körperfremden Knochen stellen geeignete chirurgische Methoden dar, ein ausreichend dimensioniertes Implantatlager zu schaffen. Eine sorgfältige Implantatplanung ist vor einem solchen Eingriff notwendig, wird doch in ein hochsensibles, anatomisches System artifiziell eingriffen, welches später die Basis für implantatgetragenen Zahnersatz im Kauzentrum ist.

Bei der Sinusbodenelevation nach Boyne & James(1980) wird versucht, nach Anheben der Kieferhöhlenschleimhaut durch Einlagerung von Knochenersatzmaterialien auf den Boden der Kieferhöhle vertikales Knochenangebot zu gewinnen. Auch für den erfahrenen Implantologen stellt sich aufgrund des rasanten Fortschrittes in der Oralchirurgie häufig die Frage, welche Faktoren den Langzeiterfolg und die Vorhersagbarkeit bei der Sinusbodenelevation beinflussen. Wichtig bei der Operationsweise ist natürlich , dass die angehobene Kieferhöhlenschleimhaut bei der Sinusbodenelevation unversehrt bleibt. Kleinere Defekte dieser können jedoch mit einer resorbierbaren Membran und einem geeigneten Kleber geschlossen werden. Membranen werden ebenso zur Stabilisierung des künstlich geschaffenen Hohlraumes nach einer Sinusbodenelevation verwendet.

Grundprinzip der Operationsweise beim klassischen Vorgehen der Sinusbodenelevation ist die Bildung eines lateralen Fensters im aufsteigenden Oberkieferknochen. Die Fensterung dieser Knochenstruktur erfolgt mit rotierenden Instrumententen und erfordert vom Implantatologen viel Geduld und Erfahrung. Nach Fensterung des lateralen Zugangsweges erfolgt die eigentliche Sinusbodenelevation mit Anhebung der Kieferhöhlenschleimhaut. Generell empfiehlt es sich diese ambulante Operation in Sedierung(Tiefschlaf) durchzuführen.

Obwohl die externe Sinusbodenelevation mit autologem Knochen als das beste Verfahren zur Sinusbodenelevation gilt, scheint sich ein Trend zu weniger invasiven Verfahren abzuzeichnen(SIC). Die interne Sinusbodenelevation, welche ab einer Kieferkammhöhe von mehr als 5 mm empfohlen wird, bedient sich hierbei der extremen Expansionsfähigkeit des weichen Oberkieferknochens, welcher mit speziellen Osteotomen aufgedehnt(Bone Condensing) und im Prinzip nach oben geklopft wird. Die zeitaufwendige Fensterung der unebenen lateralen Wand der Kieferhöhle entfällt bei dieser minimalinvasiven Operationstechnik und somit entstehen auch weniger postoperative Beschwerden. Generell wird zur Sicherung des Behandlungsergebnisses die postoperative Gabe eines Antibiotikums empfohlen. Jenachdem ob während oder nach einer Sinusbodenelevation Implantate gesetzt werden spricht man von einer ein-oder zweizeitigen Vorgehensweise.

Die biologischen Mechanismen, die nach einer Sinusbodenelevation zu einer Knochenregeneration führen, sind noch nicht abschließend geklärt. Aktuelle erste Ergebnisse aus der Grundlagenforschung zeigen, dass eine Knochenneubildung in der Kieferhöhle sowohl appositioniell von den Wänden der Kieferhöhle aus, als auch im Aufbaumaterial selber über die Einsprossung von Blutgefäßen aus dem umliegenden Gewebe stattfindet. Die Größe der Kieferhöhle scheint die Geschwindigkeit biologischer An, Ab-und Umbauprozesse entscheidend zu sein. Vorerkrankungen der Kieferhöhle, Zysten und maligne Tumoren sowie chronische Entzündungen stellen eine Kontraindiaktion für das Verfahren der Sinusbodenelevation dar.


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 10.04.2012
Aktuelles
Wurzelkanal optimal...
Durch eine tiefe Karies, Vorbereitung des Zahnes für Zahnersatz oder gar eine Zahnfraktur kann eine Behandlung des Wurzelkanal-s erforderflich werden.... weiter...
Kieferaufbau leicht...
Gerade bei älteren Menschen kann die gewünschte Implantation zur späteren Fixierung von hochwertigem Zahnersatz aufgrund von Knochenverlust ein... weiter...
Deckprothese auf...
Implantatretinierte Deckprothese-n gehören zu den erfolgsichersten und etabliertesten prothetischen Versorgungsformen beim Zahnarzt. So weist... weiter...
Zahnfleisch entzündet...
Das Zahnfleisch ist Teil der Mundschleimhaut. Wenn das Zahnfleisch entzündet ist , entsteht meist eine starke Rötung und Schwellung derselben.... weiter...
Adresse:
Dr.med.dent. Frank Seidel
Zahnarzt für Oralchirurgie
TSP Implantologie
Förster - Funke - Allee 104
14532 Kleinmachnow-Berlin
Tel.:  03 32 03-85 200
Notruf: 0174-1610060

Anmeldung:
Montag-Freitag
08.00 - 20.00 Uhr
Samstag
08.00 - 13.00 Uhr