Schmerzmittel
Schmerzmittel - Zahnarzt - Zahnschmerz
Zahnschmerzen können bekanntlich verschiedene Ursachen haben. So können z.B. hierfür entzündete Zahnnerven durch Karies, Zahnfleischtaschen bei Parodontose, verlagerte Weisheitszähne, zu stark belastete Zähne durch Zahnersatz die auslösenden Impulse für die auftretende Schmerzsymptomatik sein. Unterschieden werden muß in diesem Zusammenhang die postoperative Beschwerdeymptomatik nach ambulanten Operationen beim Zahnarzt (Wurzelspitzenresektion, Implantation, Augmentation, operative Zahnentfernung).
Für die unmittelbare Linderung der auftretenden Schmerzen stehen dem Patienten verschiedene Schmerzmittel zur Verfügung. Die bekanntesten Schmerzmittel sind ASS(Acetyl-Salizyl-Säure), Paracetamaol und Ibuprofen. ASS sollte wenn möglich nicht vor oder nach einer Zahnoperation eingenommen werden, da es die Blutgerinnung verlangsamt. Paracetamol gilt als gut verträgliches Schmerzmittel und wirkt Fiebersenkend. Deshalb werden Paracetamol und ASS häufig auch bei grippalen Infekten verordnet. Der Einsatz von Paracetamol hat sich auch sehr gut bei Kopfschmerzen bewährt. Ibuprofen gehört zu einer Gruppe von Schmerzmitteln, die sehr gut bei chronischen Entzündungen-Erkrankungen wirken. (z.B. Rheuma und Gelenkbeschwerden) Diese Substanz wirkt auch sehr gut nach Zahnoperationen und hat sich in der Kombination mit der Verordnung eines Antibiotikums bewährt. Schmerzmittel auf pflanzlicher Basis, auch bekannt als Hausmittel gegen Zahnschmerzen sind: getrocknete Rosmarinblätter, Gewürznelken und Teebaumöl.
Opioide werden zur Behandlung starker Schmerzen in der Kieferchirurgie eingesetzt. Diese können nach gößeren Operationen, bei Krebserkrankungen oder bei unfallbedingte Schmerzen eingesetzt werden. Aber auch bei starken Schmerzen des Bewegungsapparates, etwa bei Arthrose, Osteoporose oder rheumatoider Arthritis, werden diese Schmerzmittel verordnet.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht ein dreistufiges Schema für die Schmerztherapie mit Schmerzmitteln vor. Der Schmerz wird bei diesem Schema in schwach, mittelstark, stark unterteilt und demensprechend behandelt:
Stufe 1: Schwache Schmerzmittel = nicht-opioide Schmerzmittel (Acetylsalicylsäure, Paracetamol)
Stufe 2: Mittelstarke Schmerzmittel = schwächer wirksame Opioide (Tramadol, Tilidin)
Stufe 3: Starke Schmerzmittel = starke Opioide (Fentanyl, Morphin)
In der Apotheke sind Schmerzmittel in der Form von Tabletten, Kapseln, Kautabletten, Brausetabletten, Brausegranulat, Dragees und Pulver erhältlich. Die meisten Schmerzmittel sind rezeptpflichtig. Die effektive Wirkung von Schmerzmitteln tritt meist nach 30-60 Minuten ein.
Dr.med.dent. Frank Seidel
Zahnarzt für Oralchirurgie
TSP Implantologie
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