Plombe
Plombe - Zahnplomben - Plombieren des Zahnes - Plumbum - Zahnmedizin - Composites
Das Wort Plombe hat eigentlich seinen Ursprung im Lateinischen und kommt von Plumbum, was Blei bedeutet. Zahnfüllungen werden umgangssprachlich fälschlicherweise auch als Zahnplombe oder Plombe bezeichnet. Normalerweise werden Plomben in der heutigen Zeit als Verschluß an einem Behälter oder Gerät befestigt, um das unbefugte Öffnen dieser zu kontrollieren.
Erste Berichte über das Plombieren(Füllen) von Zahnkavitäten sind aus der römischen Zeit überliefert. Die ersten Metallfüllungen wurden seit dem 16. Jahrhundert eingebracht. So berichtet Stocker bereits im Jahre 1528 von der Verwendung des Amalgam als Füllungsmaterial (P. RIETHE 1966, M. STRAUB 1978) für das Plombieren des Zahnes mit einer Plombe. In der Folgezeit wurden Zinn, Blei, Gold, Kupfer, Vitriol (Kupfersulfat) und Cadmium verwendet (L. KRÄMER 1968), welche meist als Folien in die Kavitäten eingebracht wurden und diese dann in vielen Lagen übereinander fest stopfte. Eine Vorbehandlung wurde ebenfalls durchgeführt, in dem man die Zahnkavität ausfeilte und ausbrannte. Um dem Patienten hierbei keine Brandverletzungen beim sogen. Plombieren mit der Plombe zuzufügen, wurde die Wange mit einem Löffel zur Seite gehalten. Eine Schmerztherapie vor oder nach dem einer Zahnplombe erfolgte nicht.
In der modernen Zahnmedizin werden keine Plomben mehr am Patienten angefertigt. Hier erfolgt das Füllen kleiner Kavitäten im Zahn mit sogenannten Composites(Kunststoffen) welche optimal der Farbe des Zahnes angepasst und mit einer speziellen UV-Lampe ausgehärtet werden. Größere Defekte am Zahn werden mit laborgefertigten Kronen, Teilkronen oder Inlays versorgt. Bei multipel gefüllten Frontzähnen kommen zur ästhetisch optimalen Zahnversorgung Veneers oder Lumineers in Frage.
Dr.med.dent. Frank Seidel
Zahnarzt für Oralchirurgie
TSP Implantologie
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