Parodontitis Behandlung beim Zahnarzt
Parodontitis - Behandlung - Parodontose - Bakterientest - Markerkeime - Antibiotika - Zahnarzt
Der Zahnverlust durch Parodontose (chronische Entzündungen am Zahnhalteapparat ) der Zähne steht im Mittelpunkt bei der späteren Versorgung eines Lückengebisses durch Zahnersatz und Implantate. Oft ist die Lockerung der Zähne im Endstadium der Erkrankung schon so weit fortgeschritten, dass nur noch die Zahnextraktion als letztes Mittel der Wahl in Frage kommt. In den letzten Jahren hat sich die Therapie dieser Erkrankung(aggressive Parodontose) jedoch rasant weiterentwickelt und kann durch regenerative Behandlungsmaßnahmen(Augmentation) in Kombination mit minimalinvasiven ,chirurgischen Plastiken(SIC) bis zur völligen Ausheilung therapiert werden. Bei der Behandlung parodontaler Erkrankungen und deren langfristiger Ausheilung kommen speziellen Bakterien , welche sich in den Nischen der Zahnfleischtaschen ansiedeln (Parodontose-Markerkeime) eine zentrale Bedeutung zu. Die Behandlung einer einfachen Parodontose führt durch eine professionielle Zahnreinigung mit der anschließenden Krretage der Zahnfleischtaschen zur Entzündungsfreiheit und zur Rückbildung dieses Erkrankungsbildes.
Bei einer aggressiven Parodontose sind jedoch in den Zahnfleischtaschen der betroffenen Patienten sehr hohe Bakterienzahlen und speziele Typen von Bakterien präsent, wodurch zusätzlich zur bekannten Behandlungsmethode eine gezielte Gabe von Antibiotika erforderlich wird. Eine zielgerichtete Anwendung von Antibiotika ist jedoch erforderlich, um diese sogenannten Markerkeime zu bekämpfen. Oft sind es Bakterien, die sich unter Abschluß von Sauerstoff in Nischen, Zahnfleischtaschen und Kronenrändern das Erscheinungsbild einer aggressiven Parodontose hervorrufen. Inzwischen gibt es aber mikrobiologische Nachweisverfahren (Bakterientest), welche die Schwere des Erkrankungsbildes erfassen und eine zielgerichtete Gabe von Medikamenten gestatten. Für die gesamte Einschätzung des Bakterientest sind die Vorgeschichte(Anamnese) und der Grad der Zerstörung des Zahnhalteapparates zur Festlegung und Graduierung der weiteren Behandlungsstrategie heranzuziehen.
Doch wann soll nun der Bakterientest durchgeführt werden ? Bei einer agressiven Parodontose, rezidivierenden Zahnfleischentzündungen, Erkrankunkungen des Zahnhalteapparates bei Kindern und Jugendlichen(juvenile Parodontose) und auch bei Entzündungen von Implantaten(Periimplantitis) ist die Eruierung von Markerkeimen notwendig. So ist eingangs bei jeder Parodontosebehandlung ein mikrobiologischer Test eine sinnvolle Ergänzung für eine genaue Diagnosestellung. Der Ablauf eines Bakterientest ist denkbar einfach. In tiefen Zahnfleischtaschen wird schmerzfrei und sanft mit Metallinstrumenten oder Papierspitzen das bakterielle Sekret entnommen. Mikrobiologische Tests können im Anschluß sehr genau feststellen, ob ein bestimmter bakterieller Erreger in dieser Probeentnahme vorhanden ist. Für die Anwendung einer Antibiotikatherapie simultan zur chirurgischen Intervention genügt der reine Nachweis des Bakteriums. Für den späteren Behandlungserfolg ist ein zweiter Bakterientest für die Beurteilung des Behandlungserfolges erforderlich.
Dr.med.dent. Frank Seidel
Zahnarzt für Oralchirurgie
TSP Implantologie
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