Zahnimplantate

Kieferbruch - Kieferfraktur - Erstversorgung

Kieferbruch erfordert sofortige, fachgerechte Behandlung

Wie wird ein Kieferbruch  diagnostiziert ?

Die übliche Methode ist eine Röntgenuntersuchung. Bei der digitalen Röntgendiagnostik(digitales Röntgen) lassen sich so Stellung und Anzahl der Bruchstücke und ihre Lageposition zueinander erkennen. Bei komplizieren Kieferfrakturen wird zur Sicherstellung der Diagnose ein Computertomogramm oder ein MRT angefertigt. Etwa 50% der Gesichtsschädelfrakturen betreffen den Unterkiefer. Deformierung , eingeschränkte Beweglichkeit in Verbindung mit starken Schmerzen und teilweise Blutungen bedingen eine reflektorische Ruhigstellung, die sich dann als Kieferklemme manifestiert.  Kiefergelenksfortsatzfrakturen verursachen eine starke Okklusionsstörung mit frontalem offenen Biss.

Wie wird ein Kieferbruch behandelt ?

Es gibt in der Chirurgie generell drei Behandlungsprinzipien, wie man einen Kieferbruch  behandelt:
Einrichtung (Reposition) Ruhigstellung (Immobilisation)  und Druck auf die Bruchstelle (Kompression)
Dass man Druck auf die Bruchstelle ausüben muss, ist eine Erkenntnis aus den 70er-Jahren. In Folge gründete sich eine deutsch-schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen (Association for the Study of Internal Fixation). Sie wurde 1958 durch 13 Schweizer Ärzte unter dem Namen „Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen" gegründet und widmet sich der Forschung, Entwicklung und Lehre im Bereich der Traumatologie (Unfallchirurgie). In den Jahren 1960 bis 1980 wurde durch das Wirken der AO die moderne Methode der Versorgung von Knochenbrüchen (Osteosynthese) zum weltweiten Standard.

Etwa 50% der Schädelfrakturen betreffen den Unterkiefer. Oft sind bei Gesichtsschädelverletzungen auch die Zähne beteiligt(Zahnunfall).
Kieferbrüche sind nicht nur unangenehm ,sondern meist auch mit starken Kopfschmerzen verbunden. Teilweise weden sie immer noch auf die klassische Art und Weise versorgt. Dabei gibt es schon länger chirurgische Verfahren, die weniger belastend in der Therapie und vorallem für den Patienten schonender ist. Bei der alten Methode wird dem Patienten mit gebrochenem Unterkiefer eine sogenannte Schuchardt-Schiene (kunststoffverstärkter Drahtbogen) aufwendig an den vorhandenen Zähnen fixiert. Dadurch kann der Patient für die Dauer des Heilungsprozess von circa sechs Wochen den Mund kaum öffnen. Auch die Genauigkeit dieses Verfahrens durch Lockerung der Schiene und damit der Verlust der geforderten Stabilität für den Kieferbruch sind nachteilig.Die Reinigungsmöglichkeit des Zahnfleisches und der Zähne sind dann stark eingeschränkt. So resultieren nach Entfernung dieser Schiene oft eine Zahnfleischentzündung und Karies an den Zähnen. Deshalb ist gerade während dieser Zeit eine optimale Mundhygiene erforderlich. Eine solche Kieferbruch-Schienung kann bei vollem Bewusstesein nicht empfohlen werden und wird oft in Sedierung oder Narkose durchgeführt. Generell sollte zur Prophylaxe gegen eine Entzündung im Heilungsprozeß ein Antibiotikum verabreicht werden.

Als Kieferbruch-Osteosynthese bezeichnet man die operative Versorgung von Knochenbrüchen und anderen Knochenverletzungen mit Implantaten(Platten) aus Titan. Die meisten Frakturen im Bereich des Unterkiefers können auf diese Weise in der Mundhöhle elegant versorgt werden. Der Heilungsprozess verläuft bei dieser Kieferbruchversorgung deutlich schneller und weniger belastend für den Patienten, weil schon nach kurzer Zeit wieder feste Nahrung aufgenommen werden kann und die Kieferbruchstellen durch die Titanplatten optimal fixiert sind.

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Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 12.01.2010
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