Zahnimplantate

Implantat-Komplikationen-Risikofaktoren

Implantatentzündungen - Periimplantitis - Implantatverlust - Rsikofaktor

Die Osseointegration (Einheilung) eines Implantates macht die zahnärztliche Implantologie zum dem Innovationsträger der Zahnheilkunde überhaupt. Circa 98 Prozent aller Eingriffe verlaufen in der Regel beim Zahnarzt erfolgreich. Statistisch betrachtet  geht nach neun bis 14 Jahren eines von sechs Implantaten durch Implantatentzündungen (Periimplantitis) wieder verloren. Doch die Vorauswahl bzw. Selektion bestimmt den langfristigen Erfolg von Implantaten und lässt Implantat-Komplikationen stark in den Hintergrund treten.

Potenzielle Kontraindikationen und somit belastende Risikofaktoren sind u.a. ein nicht eingestellter Diabetes, starker Nikotinabusus, schlechte Mundhygiene und starke Osteoporose. Eine altersbedingte Kontraindikation gibt es mittlerweile nicht mehr. Bei den Senioren steht eher die Stabilisierung einer vorhandenen Grunderkrankung im Vordergund, um einen ambulanten-operativen Eingriff beim Oralchirurgen gut zu überstehen.

Ist Parodontose ein Risikofaktor auch für das Zahnimplantat ?

Bei einer Vielzahl von Patienten mit dem Wunsch nach einer Implantatversorgung sind vorher Zähne durch Parodontose und mangelnde Prophylaxe verloren gegangen. Somit stehen Oralchirurg und patient vor der Fragestellung ob überhaupt Implantate bei Vorliegen einer Zahnfleischentzündung gesetzt werden können. Studienbelegen, dass solch vorbelastete Patienten ein fünffach höheres Risiko zu einem Implantatverlust durch eine Periimplantitis haben als  parodontal gesunde Patienten. So sind nach wie vor Bakterien aus Zahnfleischtaschen ein starker Risikofakor für Zahnimplantate. Selbst nach vollständiger Zahnentfernung können solche Bakterien in der Mundschleimhaut oder auf dem Zungenrücken überleben.

Kann der Zahnarzt die Implantat-Komplikationen-Risiksofaktoren minimieren ?

Er kann. Vor und nach der Implantation. Durch die Abgewöhnung oder starke Einschränkung des Rauchens, die Minimierung der Keimzahl der Bakterien(Mundspülung), präoperative Gabe von Antibiotika, Beseitigung von Karies  und die Einstellung aller für die Gesundheit risikorelevanter Faktoren. Auch schonende Operationsverfahren mit minimalinvasiver Belastung(Soft Implantology-SIC) für Knochen und Weichgewebe reduzieren deutlich das spätere Risiko eines Implantatverlustes. Die spätere, passgenaue prothetische Versorgung mit Zahnersatz auf Implantaten ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den langfristigen Implantat-Erhalt. Durch eine genaue Diagnose und Vermessung der Kieferrelation mittels Funktionsdiagnostik lassen sich die Unterkieferbewegungen und damit die späteren Belastungsspitzen für implantatgetragenen Zahnersatz minimieren. Gerade bei umfangreichen implantat-prothetischen Rehabilitationen ist der Langzeiterfolg einer Versorgung von der streßfreien Okklusion des Zahnersatzes abhängig. Eine Vielzahl der gesetzten Implantate geht durch spätere Fehlbelastungen des Zahnersatzes verloren. Meist sind dafür zu groß dimensionierte Zahnkronen ,Brücken und Prothesen auf den verankerten Zahnimplantaten verantwortlich.

In unserer Praxis erfolgt deshalb vor aufwendigen Rehabiltationen eine dreidimsionale Ultraschall-Vermessung der Unterkieferbewegungen.

Was ist eine Periimplantatitis und wie entsteht sie ?

Die Periimplantitis(Implantatentzündungen) ist eine der Haupt-Risikokaktoren für den Implantatverlust. Diese Erkrankung erfolgt wie bei einer Zahnfleischentzündung  zunächst durch eine fortbestehende Plaqueakkumulation meist durch mangelnde Mundhygiene. Im Gegensatz zu den Implantatentzündungen(Periimplantitis) ist die periimplantäre Mukositis (Zahnfleischentzündung um das Implantat) eine vollständig ausheilbare Erkrankung, die schon durch eine professionielle Zahnreinigung und später gute Mundhygiene ausgeheilt werden kann. Auch die Auswahl der Verbindung zwischen dem Implantat und dem prothetischen Aufbau kann die Dichtigkeit des gesamten Implantatsystemes positiv beeinflussen. Bei relativ undichten Systemen bietet der Hohlraum des Implantates ein Reservair für agressive Bakterienstämme, die säter eine Periimplantitis hervorrufen können. Die Konusverbindung des Ankylos-Implantatsystems stellt somit die absolut dichteste und auch stabilste Implantataufbauverbindung dar.

Bei Nichtbehandlung und  Fortbestehen der Zahnfleischentzündung am Implantat besteht die Gefahr einer Periimplantitis, die neben der Weichgewebsentzündung durch einen irreversiblen Knochenverlust gekennzeichnet ist. Die Behandlung einer Periimplantitis gehört in die Hand eines Oralchirurgen. Verschiedene Therapiekonzepte stehen zur Auswahl(z.B. Behandlung mit Laser), die wiederum vom Schweregrad der Erkrankung bestimmt werden. Die Implantatentzündung(Periimplantitis) wird in vier Schweregrade eingeteilt je nachdem wieviel Knochenverlust um das Implantat zu verzeichnen ist.

Ist eine Implantatentzündung ausheilbar ?

Prinzipiell ja. Bei einer leichten Periimplantitis kann durch Beseitigung der Risikofaktoren,d.h. Kurettage des Entzündungsgewebes, antibakterielle Spülungen und Antibiotikagabe eine schnelle Ausheilung erzielt werden. Bei einer fortgeschrittenen Implantatentzündung mit stärkerem Knochenabbau wird in der Regel neben der antientzündlichen Therapie ein sogenannter Knochenaufbau am Implantat erforderlich. Dieser Knochenaufbau wird in der Regel mit körpereigenem Knochen(autologe Knochenverpflanzung) in Verbindung mit einem Knochenersatzmaterial (z.B. Bio-Os Fa Geistlich) vorgenommen.

Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten der Vermeidung von Implantat-Komplikationen und Behandlung von Implantatentzündungen(Periimplantitis) vom Zahnarzt in Kleinmachnow bei Berlin  erfahren ? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 12.03.2010
Aktuelles
Zahnarzt -...
Fast 200000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich neu an Hautkrebs. Am häufigsten tritt diese bösartige Krebserkrankung im Kopf-und... weiter...
Gesunde Zähne...
Zahnärzte und Mediziner bilden eine neue interdisziplinäre Arbeitsgruppe:  "Ernährung und Zahnmedizin" für Gesunde... weiter...
Zahnarzt - Sicheres...
Ein Zahnarzt - Sicheres Lächeln in Berlin - Charite' : SureSmile® für ein neues Zahnarzt - Sicheres Lächeln heißt  ein innovatives digitales Programm... weiter...
Zahnfleischprophylaxe...
Obwohl der Zahnarzt und Gesundheismedien immer mehr über die Pflege der Zähne und der Prophylaxe zur Verhinderung über Parodontose berichten, scheint... weiter...
Adresse:
Dr.med.dent. Frank Seidel
Zahnarzt für Oralchirurgie
TSP Implantologie
Förster - Funke - Allee 104
14532 Kleinmachnow-Berlin
Tel.: 03 32 03-85 200

Anmeldung:
Montag-Freitag
08.00 - 20.00 Uhr
Samstag
08.00 - 13.00 Uhr