Hypnose und Zahnarzt
Hypnose beim Zahnarzt in Kleinmachnow bei Berlin
Der Begriff Hypnose stammt vom griechischen Wort hypnos (Schlaf), da man in der Anfangszeit der Forschung davon ausging, dass es sich um einen schlafähnlichen Zustand handelt.
Die medizinische Hypnose beim Zahnarzt hilft dem Angst-Patienten, den Wunsch nach einer angstfreien, entspannten und schmerzlosen Zahnbehandlung zu verwirklichen.
Dies ist allerdings nur auf Basis einer Kooperation mit dem Zahnarzt möglich, welcher die Hypnose durchführt. So werden neben der Hypnose auch Behandlungen im Tiefschlaf(Sedierung) oder in Vollnarkose vorgenommen.
Alle Zahnarztpatienten profitieren von diesen Behandlungsverfahren u.a. auch der Hypnose, weil dadurch die Behandlung schneller und angenehmer und vorallem komprimierter abläuft, sowohl für den Patienten wie auch für das Behandlungsteam in der Zahnarztpraxis. Ziel der zahnärztlichen Hypnose ist, dass der Patient nach einer langen Zahnarzt-Behandlung das entspannte Gefühl hat, sich gut erholt zu haben. Patienten, die aufgrund extremer Angst vorm Zahnarzt kaum zum Zahnarzt gehen, ermöglicht die Hypnose den Angstabbau und damit eine umfassende Zahnsanierung.
Geschichte der Hypnose
Hypnose wurde schon von den alten Ägyptern zu Heilzwecken eingesetzt. Es liegen Hypnoseberichte vor, die vor 3000 Jahren in der Mahabharata, dem bedeutendsten Epos der Hindus aufgezeichnet wurden. James Braid (1795 – 1860), der als Augenchirurg tätig war und zahlreiche Operationen unter Hypnose durchführte, definierte den Begriff „Hypnose". Da er der Überzeugung war, dass es sich bei der Hypnose um eine Art künstlichen Schlaf handelt, benannte Braid diesen Trancezustand nach dem griechischen Schlafgott „Hypnos“. Kurz vor seinem Tod erkannte Braid seinen Irrtum und erklärte Hypnose als Konzentration der Aufmerksamkeit. Er wollte deshalb den Begriff „Hypnose“ durch Monodeismus (Konzentration auf eine
Idee) ersetzen. So hatte sich der Begriff Hypnose durchgesetzt. Der amerikanische Psychiater Milton Erickson (1901 – 1980) war eine der wichtigsten Persönlichkeiten im Kampf um die offizielle Anerkennung der Hypnosetherapie.
Wirkt eine Hypnose bei jedem Patienten und schläft man dabei ?
Wie stark letztendlich die Hypnose beim Zahnarzt wirkt hängt vom Typ des Patienten ab. Etwa zehn Prozent der Menschen sollen sehr leicht hypnotisierbar sein. Praktisch nicht hypnotisiert werden können nur rund fünf Prozent. Diese Patienten leiden unter Herzschwäche, hirnorganischen Beeinträchtigungen, Geisteskrankheiten, schweren Persönlichkeitsstörungen, oder Psychosen oder stehen unter starkem Medikamenten-, Drogen- oder Alkoholeinfluss.Heute wissen wir, dass Hypnose kein Schlafzustand ist. EEG-Messungen haben ergeben, dass das Gehirn in Hypnose ähnliche Ströme erzeugt wie im Wachzustand. Auch kann eine Person in Hypnose ihre Situation jederzeit willentlich unterbrechen. So kann die Hypnose auch bei kleineren chirurgischen Eingriffen wie bei der Entfernung von Weisheitszähnen, Wurzelspitzenresektion oder der Parodontosebehandlung angewendet werden.
Wie wird die Hypnose beim Zahnarzt durchgeführt ?
Zur Einleitung der Hypnose kann der Zahnarzt verschiedene Techniken anwenden. Die bekannteste Hypnose-Technik ist die so genannte Fixationsmethode, bei der der Patient auf einen definierten Gegenstand starrt, was durch den Zahnarzt mit beruhigender, einschläfernder Sprache begleitet wird. Wichtig ist die Umgebungin der Zahnarztpraxis, in der sich der Patient beim Zahnarzt entspannen kann. Wenn sich der Patient in Hypnose befindet, können so genannte Suggestionen gegeben werden. Das sind Anweisungen, deren Befolgung vom Patienten in dieser Situation als erfolgsversprechend angesehen werden. Beim Zahnarzt reichen jedoch wenige Suggestionen aus. So kann der Zahnarzt bewirken, dass der Körper des Patienten schmerzunempfindlich wird, so dass eine Art der Betäubung durch die Hypnose vorgenommen wird. Die Hypnose kann auch in der psychotherapeutischen Behandlung von Angststörungen beim Zahnarzt angewandt werden. Abgeraten wird von einer Hypnose jedoch direkt bei einer Zahnbehandlung bei Patienten mit extrem starker Zahnarztangst. Hier bewährt sich im Alltag die Methode des Tiefschlafes oder die Behandlung in Vollnarkose.
Welche Nebenwirkungen hat die Hypnose ?
Nein! Da keine weiteren Medikamente benötigt werden, gibt es keine schädlichen oder unangenehmen Nebenwirkungen .
Literatur zum Thema Hypnose beim Zahnarzt:
Schmierer, A., Die Hypnose in der zahnärztlichen Praxis, 1997 Quintessenz Verlag Berlin
Schmierer, Albrecht/Schütz, Gerhard, Zahnärztliche Hypnose und erfolgreiche Hypnose und Kommunikation in der Zahnarztpraxis, 2007, Quintessenz Verlag Berlin
Schütz, G., Einsatzmöglichkeiten der Hypnose in der Zahnmedizin, 2007, Quintessenz Verlag Berlin
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Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)
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