Zahnimplantate

Dormicum - Angstmanagement durch Tiefschlaf in Kleinmachnow bei Berlin

Stressfreie Behandlung beim Zahnarzt im Tiefschlaf mit Dormicum

Ampullen mit DormicumPatienten mit ausgeprägter Zahnarztphobie stellen in der Praxis ein großes Problem dar. Oft können nur Schmerzen beseitigt und das Nötigste getan werden. Meist werden die Folgetermine danach nicht eingehalten. Viele Zahnärzte unterschätzen noch immer die Stressituation für diese Angstpatienten. Lange Termine in ausschließlich lokaler Betäubung, schmerzhafte Pannen in Hektik und rabiates Vorgehen schaffen zumindest einen Teil dieser Angstpatientenpopulation beim Zahnarzt. Doch diese Zeiten sind eigentlich vorbei. Hochwertige Zahnsanierungen und die Behandlung von Angstpatienten und Phobikern gehört heute in der modernen Zahnarztpraxis der Vergangenheit an. So sind die Behandlung im Tiefschlaf mit Dormicum und die Behandlung in ambulanter Vollnarkose das sichere Mittel der Wahl zur angstfreien Behandlungn beim Zahnarzt. Inwieweit deine psychotherapeutische Begleittherapie die Zahnarztangst schnell lindern kann bleibt zumindest beim Schmerzpatienten mit ausgeprägter Zahnarztangst in den Raum gestellt.

Aber auch bei Risikopatienten mit geschwächter Herz-Kreislauf-Situation, Diabetes und alternierendem Blutdruck  kann es durch zusätzliche Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin während der Behandlung beim Zahnarzt zur Überforderung der körpereigenen Kompensationsmechanismen und somit zum behandlungsbedürftigen Notfall kommen. Auch die stressfreie Behandlung von Behinderten sollte mit entsprechender Prämedikation (Dormicum) durchgeführt werden. Zum Angstmanagement stehen dem Zahnarzt von beruhigenden Worten, Hypnose und der schmerzlosen Spritze bis hin zur Vollnarkose wirkungsvolle Mittel zur Verfügung. Die Behandlung in Vollnarkose bedarf einer etwas längeren Vorbereitung, wobei die Behandlung im Tiefschlaf mit Dormicum gerade bei kleineren ambulanten Operationen unmittelbar und ohne größeren Aufwand kosteneffektiv durchgeführt werden kann.

Wie wird Dormicum verabreicht und setzt die Wirkung sofort ein ?

Die Applikation von Dormicum sollte bei Kindern und Erwachsenen intravenös erfolgen. Gute Erfolge mit der Analgosedierung konnten „ bei Spritzenversagern" erzielt werden. Mit der oralen Gabe von Midazolam stellten sich keine zufriedenstellenden Ergebnisse ein. Besonders beim Kinderzahnarzt sind die Resultate bei oraler Gabe aufgrund der schlechten Dosierbarkeit und paradoxer Reaktionen unbefriedigend. Midazolam ist ein Vertreter der Imidabenzodiazepine und zeichnet sich durch raschen Wirkungseintritt und kurze Wirkdauer aus. Dormicum wirkt sedierend und anxiolytisch . Die Wirkung nach intavenöser Applikation tritt schon während der intravenösen Injektion ein. Der Patient wird binnen von 10-20 Sekunden in einen abslouten entspannten Zustand versetzt , welcher eine ruhige und kooperative Zahnbehandlung ermöglicht.

Dormicum wird nach raschem Wirkungseintritt schnell in der Leber metabolisch inaktiviert. Die Halbwertszeit von Dormicum beträgt etwa 90 Minuten. Die anxiolytischen Eigenschaften erweisen sich im Vergleich zu Diazepam ( Valium) als potenter. Die Verteilungsvorgänge laufen im Vergleich zu Valium zehnmal schneller ab. Die allgemeine Verträglichkeit des Medikamentes ist ausgezeichnet.  Änderungen der Herzfrequenz und des Blutdrucks werden in der Regel nicht festgestellt.  Die Atmungsfrequenz und der Sauerstoffsättigung (Pulsoxymeter) können leicht reduziert sein, welches durch die zusätzliche Gabe von Sauerstoff während der Behandlung kompensiert werden kann.  

Wie fühlen sich die Patienten nach einer Sedierung mit Dormicum ?

Die Patienten fühlten sich nach den operativen Eingriffen sehr entspannt. Als Vorteil gegenüber Diazepam kann auch die Reizlosigkeit an Einstichstelle und den Venen erwähnt werden. Natürlich muss vor der Anwendung von Dormicum eine gründliche Anamnese vorausgehen. Bei kritischer Auswahl der Patienten und bei Beherrschung der intravenösen Injektionstechnik kann die Sedierung bei Nutzung eines Pulsoxymeters zur Kontrolle der Pulsfrequents und der Sauerstoffsättigung vom Operateur durchgeführt werden. Nicht indiziert ist die Gabe von Midazolam bei einer respiratorischen Insuffizienz und bei möglicher Exazerbation einer akuten Psychose bei Einnahme von Psychopharmaka. Frühestens zwei Stunden nach der Tiefschlafbehandlung kann der Patient ausschließlich in Begleitung entlassen werden. Wie auch nach einer Lokalanästhesie soll der Patient in der Praxis nach der Gabe eines Sedativums nicht ohne Beobachtung bleiben. Als Antidot für sämtliche Benzodiazepine steht Anexate 0,5 (Flumazenil) zur Verfügung. Der Wirkungseintritt bei der intravenösen Gabe von Anexate erfolgt etwa nach einer Minute. Das Angstmanagement in der Behalung beim Zahnarzt mit Dormicum zeichnet sich außerdem durch das Auftreten einer retrograden Amnesie nach der Zahnbehandlung aus. So können sich rund 50% der Patienten überhaupt nicht in irgendeiner Form an die Zahnbehandlung erinnern. In diesem Zusammenhang kann die intravenöse  Sedierung mit Dormicum als die größte Innovation im Bereich der Angst- und Schmerzausschaltung in der Zahnheilkunde genannt werden.

Literatur zur Tiefschlafbehandlung mit Dormicum:

Sedierung in der Kinderzahnheilkunde aus zahnärztlicher und anästhesiologischer Sicht - Eine praxisnahe Bewertung, Benz, C., Reeka-Bartschmid, A., Keser, C., Die Quintessenz 53 (2002), Nr. 9, Quintessenz Verlag Berlin

Die sichere und effektive Behandlung von unkooperativen oder ängstlichen Kindern stellt immer noch eine Herausforderung für den Zahnarzt dar. Der Praktiker sollte nicht allein auf Methoden der Verhaltensführung, auf Zwang oder aggressivere Behandlungsarten wie Festhalten bzw. Fixation des Kindes zurückgreifen. Dies kann lebenslange „dentale Phobien“ fördern, und meist sind auch die Eltern mit aversiven Techniken kaum einverstanden. Dass die pharmakologische Intervention in Form der Sedierung oder der Allgemeinanästhesie hier eine Lösungsmöglichkeit bietet, wird durch die Ergebnisse einer in der Praxis der Autorinnen durchgeführten retrospektiven Analyse unterstrichen. Dort stellten sich von Oktober 1999 bis Juni 2002 insgesamt 2.674 Kinder vor. Bei 696 ausgewählten Patienten (325 Mädchen und 371 Jungen im Alter von 2 bis 12 Jahren) wurden 1.210 Sedierungen mit Midazolam (Dormicum®) durchgeführt. 87 % dieser Kinder konnten allein unter Sedierung komplex zahnärztlich saniert werden, und bei 13 % musste aufgrund mangelhafter Kooperation eine Behandlung in Narkose erfolgen.

Prämedikation bei ängstlichen Patienten, Daubländer, M., Die Quintessenz 60 (2009), Nr. 4, Seite 393 - 398, Quintessenz Verlag Berlin

Vergleichende Evaluation der Analgosedierung und der Intubationsnarkose im Rahmen der operativen Weisheitszahnentfernung, Kreisler, Matthias, Yazici, Arda, Szalantzy, Ladislaus, Kühl, Sebastian, d’Hoedt, Bernd,Die Quintessenz 59 (2008), Nr. 10, Seite 1023 - 1035, Quintessenz Verlag Berlin


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 08.08.2011
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Zahnarzt für Oralchirurgie
TSP Implantologie
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