Ultrakurze Implantate auf dem Vormarsch ?
Keine Augmentation und Sinusbodenelevationen mit ultrakurzen Implantaten ?
Oft ist der Seitenzahnbereich im Ober-und Unterkiefer nach Jahren der Zahnextrakion und Nichtversorgung mit Implantaten durch starken Knochenverlust gekennzeichnet und anatomische Limits wie der Unterkiefernerv(Alveolaris inferior) und die Kieferhöhle begrenzen den Einsatz normaler Implantatgrößen. Hinzu kommt ein älteres Patientenklientel(Senioren), bei welchem die Alternativen zum simultanen oder präimplantologischen Knochenaufbau doch sehr eingeschränkt bzw.eher zurückhaltend einzuschätzen sind. Ultrakurze Implantate mit großem Durchmesser stellen bei adäquater präimplantologischer Planung eine hervorragende Alternative im Erfolgskonzept der minimalinvasiven Implantoplogie (SIC) dar. Diese kurzen Fixturen mit großem Durchmesser erlauben eine bessere Lastverteilung bei schwierigen anatomischen Verhältnissen und sind daher am besten geeignet, korrekte biomechenische Verhältnisse zu erzielen.
So ergab jetzt eine retrospektive Dreijahresstudie(Aldecoa et .al) mit insgesamt 246 Patienten und 411 kurzen und ultrakurzen Interna-Plus-Implantaten eine Erfolgsquote von 99,3 Prozent. Ähnlich gute Erfolge wurden in den letzten neun Jahren mit ultrakurzen Implantaten(BTI) an 739 Patienten mit 1577 Fixturen nachgewiesen. Gewählt wird ein möglichst breites Implantat(4-6mm) und extrem kurzer Länge(8,5-5,5mm). Die so gesetzten Implantate sollten wenn möglich nicht einzeln, sondern untereinander durch den implantologischen Zahnersatz verblockt werden. Die Einheilzeit für die Osseointegration dieser ultrakurzen Implantate muss drei Monate betragen. Die so gesetzten ultrakurzen Implantate sind hervorragend geeignet aufwendige Augmentationen im Unterkiefer und Sinusbodenelevationen im Oberkiefer, besonders bei älteren Patienten oder bei Risikopatienten zu vermeiden.
Quelle: BDIZ konkret 03-2009
Dr.med.dent. Frank Seidel
Zahnarzt für Oralchirurgie
TSP Implantologie
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