Zahnimplantate
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Privatpatient

Besser versichert als Privatpatient? Beschwerden häufen sich bei den Krankenkassen nun auch bei versicherten Privaten.

KrankenvesicherungAuch wenn die öffentliche Diskussion derzeit von den Ärgernissen in der gesetzlichen Krankenversicherung beherrscht wird, auch als Privatpatient hat man derzeit arge Probleme seine beanspruchten ärztlichen und zahnärztlichen Leistungen erstattet zu bekommen. Ist man nun als Privatpatient bei der privaten Krankenkasse besser versichert ?
Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" vom Montag häufen sich die Beschwerden von Privatversicherten über teils deutliche Preissteigerungen und Verzögerungen bei der Erstattung von Ärzterechnungen.  Aber nicht nur Preissteigerungen erzeugen zunehmend den Unmut von Privatpatienten. Auch werden bei vielen Versicherten einfach die Rechnungen von der privaten Krankenversicherung gekürzt oder gar hochwertige ästhetische und kosmetische Leistungen bei Zahnersatz, Implantaten oder Lumineers erst gar nicht erstattet. Die Bearbeitung von Heil-und Kostenplänen dauert oft mehrere Wochen und verzögert die gesamte geplante, notwendige medizinische Therapie. Das erzeugt natürlich auch den Unmut der Ärzteschaft. Bei Patienten mit Angst vor dem Zahnarzt wird oft die medizinische Notwendigkeit einer ambulanten Vollnarkose oder Sedierung(Tiefschlaf) nicht bezuschußt, weil angeblich die medizinische Notwendigkeit nicht erkennbar sei. Im Rahmen von aufwendigen Implantationen ist oft ein Knochenaufbau(Augmentation) oder im Oberkiefer ein Sinuslift erforderlich. Die hier erbrachten Begleitleistungen müssen vom Oralchirurgen analog abgerechnet werden und werden meist von der privaten Versicherung nicht erstattet.

5.000 Beschwerden ! häuften sich auf dem Tisch des Ombudsmanns der privaten Krankenversicherung in 2009 - ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rechnungserstattungen, hohe Beitragssteigerungen sind der Grund für die Einholung des Rates vom Ombudsmann. Der Ombudsmann ist die Schlichtungsstelle zwischen Privatpatient und Krankenversicherung bis zu einer Höhe von 5.000 Euro. Sein Schlichtungsspruch ist für die Beteiligten bindend. Privatpatienten müssten nun seit Jahresanfang monatlich 20 bis 30 Prozent mehr an ihren Krankenversicherer überweisen, vor allem weil die Preise von Medikamenten gestiegen seien.

Geheime Studie zur privaten Krankenversicherung

Besonders prekär: Der Aufwärtstrend geht weiter. Laut einer unveröffentlichten Studie des Berliner IGES-Instituts zufolge ist es zweifelhaft, dass die private Krankenversicherung einen besseren Schutz gegen Beitragssteigerungen bietet als die gesetzliche Krankenversicherung. Zwischen 1997 und 2008 seien die Ausgaben je Privatversichertem um 49 Prozent gestiegen, zitierte die „Ärzte Zeitung“ aus der Studie. Bei den gesetzlich Versicherten lag das Plus bei 31 Prozent. Das Bundeswirtschaftsministerium habe die Studie zurückgehalten, weil die Ergebnisse nicht zur PKV-freundlichen Linie der Koalition passten, berichtete das Blatt weiter. Eine IGES-Sprecherin teilte mit, ein geplanter Expertenarbeitskreis zur Studie sei auf Betreiben des Ministeriums gestoppt worden. Eine Ministeriumssprecherin sagte lediglich, die Studie sei im Haus eingegangen, liege der Leitung aber noch nicht vor.

Quelle: Focus online, Süddeutsche

Wer ist heute Privatpatient ?

In der privaten Krankenversicherung können sich Beamte, Selbstständige und Arbeitnehmer, deren Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze(2009: 48600,00 EUR) liegt versichern. Von den rund derzeit 8,6 Millionen Privatpatienten sind ca zwei Millionen Kinder. 50 Prozent mit PKV-Vollschutz sind Beamte und deren Angehörige.


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 27.04.2013

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