Zahnimplantate
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Deckprothese

Deckprothese - abnehmbare Implantatsuprastruktur - Stegkonstruktion

DeckprotheseImplantatretinierte Deckprothese-n gehören zu den erfolgsichersten und etabliertesten prothetischen Versorgungsformen beim Zahnarzt. So weist implantatgetragener Zahnersatz im zahnlosen Kiefer im Vergleich mit der Totalprothese erhebliche substanzielle psychosoziale und funktionielle Vorteile auf. 

Die Stegkonstruktion auf Zahnimplantaten stellt klinisch ein langzeitbewährtes Verankerungselement neben Teleskopen und Kugelknöpfen dar. Stegkonstruktionen für die Verankerung einer Deckprothese nach einer Implantation wurden herkömmlich aus präfabrizierten Elementen wie Rundstegen oder individuell gefertigten Steggeschiebekonstruktionen hergestellt. Der Werkstoff für diese individuell hergestellten Steggeschiebe zur Verankerung von Implantatprothesen bestand meist aus einer Edelmetall-Legierung. Ökonomisch zukunftsweisend ist deshalb eine frästechnische Fertigung aus einem biokompatiblen Werkstoff wie Titan oder gar einem keramischen Werkstoff.

Die CAD/CAM-Fertigung von implantatgetragenen Suprakonstruktionen ermöglicht die spannungsfreie Nutzung der bislang schwierig og gusstechnisch zu verarbeitenden edelmetallfreien Werkstoffe im Zahnlabor. Durch die Vermeidung von sogen. Fügeprozessen(Löten, Kleben, Schweißen) können hochqulitative, komplexe Strukturen aus einem Monoblock gefräßt und Passungenauigkeiten auf Implantaten vermieden werden. Die Verankerung einer Deckprothese im Oberkiefer auf sechs und im Unterkiefer auf vier Implantaten wird in der prothetischen Versorgung mit Zahnersatz bei Senioren oder bei der Sofortversorgung auf Zahnimplantaten favourisiert. 

So können mit einer Deckprothese der eingetretene Knochenverlust und der Ausgleich der vertikalen Kieferrelation am besten vom Zahnarzt kompensiert werden. Insbesondere die Mesostruktur in Form einer Steggeschiebekonstruktion gilt als erfolgssicheres Verankerungselement bei der implantat-prothetischen Rehabilitation mit einer Teilprothese. Taditioniell erfolgte die Anfertigung einer solchen Stegkonstruktion im gusstechnischen Verfahren oder durch die Zusammenfügung industriell präfabrizierter Komponenten. Bei größeren Gussobjekten stellen sich zahntechnisch jedoch immer wieder Probleme in Form von Porositäten und Passungenauigkeiten ein. Dadurch können Fehlpassungen auf Zahnimplantaten über die verschraubte Suprakonstruktion zu erheblichen Sekundärspannungen auf das Implantat-Knocheninterface führen und somit die Implantateinheilung(Osseointegration) gefährden. 

In-vitro-Untersuchungen mit CNC-gefrästen Implantatsuprakonstruktionen haben gezeigt, dass sogar eine höhere Präzision als mit gegossenen Edelmetallgerüsten erreicht wird. Mit modernster Scan- und Softwaretechnologie kann dieses frästechnische Fertigungsprinzip optimiert und auch auf den Bereich der virtuellen Konstruktion einer Deckprothese auf einem Steggeschiebe ausgedehnt werden. Der eindeutige Vorteil der Frästechnologie liegt unter diesem Aspekt in der Übertragung bewährter implantatprothetischer Versorgungskonzepte auf edelmetallfreien Werkstoffen wie Titan oder Keramik und ermöglicht in diesem Zusammenhang die Verringerung materialbezogener technischer individueller Komplikationen.

Zukünftig erwarten wir in der Zahnarztpraxis nicht nur eine Fertigung von Stegkonstruktionen oder Doppelkronen in einem Fräsverfahren auf der Grundlage einer Implantatplanung, sondern auch die computertechnische Herstellung einer Deckprothese oder Implantatbrücke auf der Basis des gleichen Datensatzes. Gerade bei Patienten mit Angst vor dem Zahnarzt ist die computergestützte Implantation in Vollnarkose oder Tiefschlaf aufgrund ihrer Passgenauigkeit und extrem schnellen Umsetzung in der Praxis von erheblichen Vorteil.

Quelle: Implantologie 2012; 20(1)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 07.04.2013

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