Karies bei Kindern vorbeugen
Karies bei Kindern - Prävention oraler Erkrankungen - Eltern und Kindergärten sind gefordert
Im November vergangenen Jahres wurde in Weimar das Symposium "Kinderkaries - Standortbestimmung und Präventionsstrategien" vom WHO-Kollaborationszentrum(WHOCC) zusammen mit der Thüringer Gesellschaft für Zahn-,Mund-und Kieferheilkunde e.V. ausgerichtet. Insgesamt wurde festgestellt , dass Dank der Prävention deutschlandweit sich insgesamt die Mundgesundheit (u.a. Karies) bei jungen Menschen verbessert hat. Dennoch gehört die Kinderkaries an Milchzähnen mit insgesamt 20 Prozent bei den 1-bis 2-jährigen zu einem gravierenden Problem bei den Kleinkindern. Hier ist eine entsprechende Prophylaxe von seiten des Elternhauses bzw. Kindergärten notwendig, um Karies bei Kindern frühzeitig zu erkennen und vermeiden. So sind gesunde Kinderzähne nicht nur entscheidend für die spätere Kaufunktion, Lebensqualität und Ästhetik, sondern auch für die Ausprägung der Sprach- und Kommunikationsfähigkeit im Kindes-und Jugendalter.
Eine fehlende Mundgesundheit, Kinderkaries und Zahnfleischentzündungen ist ein sensibler Indikator für einen besonderen Betreuungsbedarf gerade von Kindern. Hauptsächlich ist es die Familie,welche im Normalfall den Backround für eine unbeschwerte und gesunde Kindheit gibt. Aber auch Kindergärten und Schulen sind wesentliche Sozialisierungsorte, in denen die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aus allen sozialen Schichten gefördert werden kann. Die aussuchende Betreuung von geschultem medizinischen Personal und Kinderzahnärzten in Mütterberatungsstellen und Elternhäusern sind gerade in der heute schnellebigen Gesellschaft notwendig, um weiterhin Gesundheitswissen und Kompetenz frühzeitig von Eltern zu stärken und damit die Voraussetzung für den Ausgleich gesundheitlicher Benachteiligung von Kindern zu schaffen. Kinderkaries an Milchzähnen kann die nachfolgenden bleibenden Zähne schädigen oder bei frühzeitigem Zahnverlust verläuft dann der nachfolgende Zahnwechsel nicht regelrecht. Die langjährige Behandlung mit einer Zahnspange muss dann schiefe Zähne wieder richtig in den Zahnbogen einordnen.
Dr.med.dent. Frank Seidel
Zahnarzt für Oralchirurgie
TSP Implantologie
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