Sofortbelastung von Zahnimplantaten
Sofortimplantate in Berlin und Potsdam
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| Unter Sofortbelastung von Zahnimplantaten versteht man in der Implantologie die prothetische Versorgung von eingebrachten Implantaten direkt nach dem operativen Eingriff oder spätestens innerhalb von 24-36 Stunden. |
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| Keramische Brückenversorgung | ![]() |
| Sofortversorgung nach Implantation in Vollnarkose | ![]() |
Zähne in einer Stunde - Fiktion oder Realität bei Zahnimplantaten ?
Wer fände nicht Gefallen an der Vorstellung, schöne, ausgezeichnet funktionierende Zähne zu besitzen - und das Ganze mit nur einigen wenigen Behandlungssitzungen und einem minimal invasiven Verfahren, bei dem Sie in kürzester Zeit wieder arbeits- und gesellschaftsfähig sind?
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Stellungnahme der DGI (Deutsche Gesellschaft für Implantologie) zur Sofortbelastung von Zahnimplantaten
Bis vor kurzem - ein genauer Zeitpunkt kann nicht konstatiert werden - wurde die lastfreie Einheilung von dentalen Implantaten als Goldstandard angesehen. Durch zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen konnte belegt werden, dass regelrecht in den Kieferknochen verankerte Implantate immer dann eine fast 100%-ige Überlebensrate in den ersten Jahren nach Insertion aufwiesen, wenn diese zunächst für eine gewisse Zeit unbelastet einheilten. Allerdings galt auch als wissenschaftlich anerkannt, dass drei oder vier im interforaminalen Bereich des zahnlosen Unterkiefers verankerte Implantate, die durch einen Steg primär verblockt sind, durchaus sofort mit einer Coverdenture-Konstruktion im Sinne einer kombiniert implantattegumental abgestützten Totalprothese erfolgreich versorgt werden können.
Dieser Vorgehensweise wird seit geraumer Zeit eine alternative Behandlungsmethode gegenübergestellt. Durch die Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der zahnärztlichen Implantologie scheint es möglich zu sein, in gewissen Fällen eine Sofortversorgung/Sofortbelastung der Implantate zu realisieren. Hintergrund dieser neuen Behandlungsmethode sind optimierte Implantatoberflächen neuzeitlicher Implantate, neue Insertionsmethoden sowie die Möglichkeit, die Primärstabilität der Implantate bei der chirurgischen Verankerung in den Knochen zu messen. Durch diese Maßnahmen ist es möglich geworden, im Gegensatz zu früher, Implantate sofort zu versorgen und zumindest teilweise sofort zu belasten. Mit diesem Verfahren sind Vorteile verbunden: es läßt sich herausnehmbarer, provisorischer Zahnersatz vermeiden, und es kann bei Sofortimplantationen die Architektur der zahnumgebenden Weichgewebe erhalten werden. Weiterhin soll durch die teilweise funktionelle Belastung eine verbesserte Osseointegration der Implantate erreichbar sein. Hierzu liegen erste wissenschaftliche Veröffentlichungen vor.
Vor diesem Hintergrund stellt das neue Verfahren in bestimmten Fällen eine Alternative zum Standardverfahren dar. Insbesondere scheint eine gleich hohe Erfolgsrate für nach dem neuen Vorgehen verankerte Implantate vorzuliegen. Von besonderer Bedeutung ist, dass das Eindrehmoment für derartige Implantate mindestens 30 Ncm beträgt. Über erfolgreiche Implantationen nach diesem Verfahren wurde auf nationalen und internationalen, wissenschaftlichen Kongressen wiederholt berichtet.
Damit scheint sich eine neuartige Behandlungsmethode unter dem Begriff Sofortversorgung/Sofortbelastung von Implantaten etablieren zu können, auch wenn derzeitig die Anzahl wissenschaftlicher Publikationen über erfolgreiche Implantationen noch klein ist.
Würzburg, Oktober 2002
Prof. Dr. Dr. F. Neukam, Präsident der DGI
Prof. E.-J. Richter, Pressereferent
Literatur zum Thema Sofortbelastung Implantate:
Sofortbelastung und Sofortversorgung von Implantaten, Nkenke E., Schliephake H.; Zeitschrift für Zahnärztliche Implantologie 2009 S.151-59, Deutscher Ärzte Verlag
Es war das Ziel dieser Studie, anhand einer Literaturanalyse zu bewerten, wie die Überlebensrate von einer Sofortbelastung der Implantate im Vergleich zu Implantaten, die nach unbelasteter Einheilphase belastet wurden, einzuschätzen ist. Die Ergebnisse zeigen, dass für die Sofortbelastung von Zahnimplantaten derzeit Evidenz auf dem Niveau prospektiver, randomisierter, kontrollierter Studien besteht, dass auf diese Weise Implantatüberlebensraten erzielt werden können, die mit denen übereinstimmen, die nach einer unbelasteten Einheiphase erreicht werden.Diese Ergenisse zeigen sich sowohl im Ober-und Unterkiefer in zahnlosen und teilbezahnten Situationen des Kiefers. Die niedrigste Überlebensrate nach zwölf Monaten ergab sich mit 81,2 % für die Sofortbelastung von Einzelimplantaten im Oberkiefer. Bei allen anderen Indikationen lag die Überlebensrate über 95% nach zwölf Monaten. Diese Literaturanalyse zeigt deutlich, dass sich die Sofortbelastung der Implantate in allen Indikationen bewährt hat. So wird es zukünftig das Ziel sein, vailde Kriterien für die Sofortbelastung von Zahnimplantaten herauszuarbeiten.
Sofortbelastung von Implantaten – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Romanos, Georgios E., Implantologie 17 (2009), Nr. 2, Seite 165 - 180, Quintessenz-Verlag Berlin
Die ersten Versuche zur Sofortbelastung von Implantaten reichen 30 Jahre zurück. Im Verlauf der Jahrzehnte wurde in zahlreichen Studien der klinische Erfolg dieser Therapie belegt; somit hat sie sich vor allem im Unterkiefer zu einer etablierten Methode für die implantatprothetische Versorgung entwickelt. Grundbedingungen für den Erfolg sind das Implantatdesign, eine hohe Primärstabilität und das Vermeiden von Mikrobewegungen. Implantatdesign und Primärstabilität stehen in engem Zusammenhang. Schraubenförmige Implantate mit konischem Grundkörper und aufgerauter Oberfläche sind am besten für die Osseointegration geeignet. Mikrobewegungen lassen sich durch eine rigide Verblockung der Mesiostrukturen und eine entsprechende Diät vermeiden. Im Rahmen dieses Übersichtsartikels werden noch weitere Einflussfaktoren diskutiert. Wie bei allen Therapieformen gilt auch hier, dass eine entsprechende Indikation, die notwendige Sorgfalt bei der Implantatplanung und Durchführung sowie entsprechende Fähigkeiten des Zahnarztes vorhanden sind.
Status quo der Sofortbelastung von dentalen Implantaten; Romanos GE, J Oral Implantol 2004; 30(3), 189-197
Bei einzeitiger Implantatinsertion mit Sofortbelastung müssen bestimmte Grundvoraussetzungen gegeben sein, um die Osseointegration eines Implantates und seinem klinischen Langzeiterfolg zu gewährleisten( Primärstabilität), ausreichende Knochenqualität, vermeidung von Mikrobewegungen des Implantates vor Abschluß der Osseointegration). Der Autor hat in dieser Zusammenfassung klinishce Studien zur Sofortbelastung von Implantaten mit zwei Behandlungsoptionen, herausnehmbare Deckprothesen(Teleskopprothesen) und festsitze Rekonstruktionen(Implantatbrücken) ausgewertet. Die Immobilisierung der Implantate und die Empfehlung einer weichen Diät reduzieren die Mikrobewegungen am Knochen-Implantat-Interface und verbessern den klinischen Langzeiterfolg.
Abboud M, Koeck B, Stark H, Wahl G, Paillon R: Die Sofortbelastung von Einzelzahnimplantaten im Seitenzahnbereich. Int J Maxillofac Implants 2005; 20(2): 61-68.
Klinische Untersuchungen haben belegt, dass die Sofortbelastung mit der Einzelkronenversorgung auf Implantaten eine mögliche Behandlungsform darstellt. Die funktionielle Sofortbelastung der in dieser Studie inserierten Implantate führte zu Knochenumbauvorgängen nach Belastung. Es wurde eine zufriedenstellende Erfolgsrate mit positiver Gewebereaktion erzielt.
Cannizzaro G, Leone M, Concolo U, Ferri V, Esposito M: Funktionielle Sofortbelastung von lappenlos inserierten Implantaten im Vergleich zur konventioniellen Implantatversorgung bei teilbezahnten Patienten - Eine randomisierte kontrollierte linische Dreijahresstudie. Implantologie 2008; 16(4): 391-402
Fangmann R.: 3-D-gesteuerte Implantation mit Sofortbelastung im ästhetischen Bereich. Oralchirurgie Journal 4/2011
Dr.med.dent. Frank Seidel
Zahnarzt für Oralchirurgie
TSP Implantologie
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