Zahnimplantate

Implantatplanung für den langfristigen Erfolg !

Mit exakter Implantatplanung sicher ans Ziel !

Der Erfolg eines Zahnimplantates hängt im besonderen Maße von der exakten Diagnostik, Planung und Vorbereitung ab. Bei professionellem Vorgehen lässt sich die essentielle Implantatplanung in vier Hauptschritte einteilen:

  • Anamnese (Fragen zum Gesundheitsstatus, Krankheiten Patienten) : Im ersten Schritt erhebt der Implantologe die Anamnese, er macht sich also in einem ausführlichen Gespräch mit der allgemeinmedizinische Situation sowie vorangegangenen Erkrankungen und Behandlungen des Patienten detailliert vertraut.
  • 3D-Röntgendiagnostik :Im zweiten Schritt erfolgt eine gründliche Analyse der Mundhöhle, bei der Zahnfleisch, Restbezahnung, Zusammenbiss sowie Volumen, Höhe und Qualität des Kieferknochens untersucht werden. Um präzise Daten zu ermitteln, sollte die präoperative Röntgendiagnostik digital, das heißt, mittels so genannten Computertomographen (CT) oder Volumentomographen (DVT) durchgeführt werden.
  • Computergestützte 3D Behandlungsplanung: Im Anschluss werden mittels geeigneter 3D-Planungssoftware (Robodent) die Länge, Position und Neigung des Bohrlochs und die günstigste Implantatposition automatisch bestimmt. Mit Modell- und Bohrschablonentechnik kann die virtuelle Planung exakt auf die Bohrschablone zum navigierten Implantieren übertragen werden. Hierdurch wird dem Chirurgen eine sichere und genaue Positionierung der Implantate ermöglicht. Durch die exakte Umsetzung der dreidimensionalen Planung beim computernavigierten Implantieren, ist für den Patienten maximale Sicherheit gegeben. Gefährdete Strukturen wie Nerven oder Kieferhöhle können somit sicher geschont werden. Sanierung der Mundhöhle, professionelle Zahnreinigung:Vor einer Implantatsetzung folgt eine Sanierung der natürlichen Zähne. Hierbei werden kariöse Zähne, Parodontalerkrankungen (= Zahnfleischerkrankungen) und bestehende Kiefergelenkprobleme (CMD) behandelt. Dazu gehört eine professionelle Zahnreinigung.

Ziele der 3D Implantatplanung:

  • Moderne, computergestützte Planungssoftware erlaubt heute dem Zahnarzt, viele Schritte im Voraus zu simulieren und aufgrund der computergestützten Daten sowohl die Implantatpositionen als auch die entsprechenden Suprastrukturen im Voraus zu planen.
  • Damit kann  in gewissen Fällen die Implantation ohne Aufklappung des Zahnfleisches durchgeführt werden, was für den Patienten erhebliche Vorteile wie geringere Schmerzen und Schwellungen nach der Operation hat.Das primäre Ziel bei der Wiederherstellung eines Gebisses mit ausgedehnten Zahnlücken ist, bereits vor dem chirurgischen Eingriff die Kaufunktion der neuen Zähne als auch das ästhetische Resultat zu kennen. Sowohl für den Zahnarzt als auch für den Patient muss das Resultat im voraus bekannt und einsehbar sein.
  • Das zweite Ziel  der Planung vor einem implantologischen Eingriff ist, die Risiken einer Verletzung wichtiger anatomischer Strukturen zu vermeiden, wie beispielsweise wichtige Nerven- und Blutbahnen im Unterkiefer oder die Kiefer- und Nasennebenhöhlen im Oberkiefer.
  • Das dritte Ziel jeder Implantation ist ein risikoarmer und minimalinvasiver Eingriff, der schmerzfrei und in einem überschaubaren Zeitrahmen durchgeführt werden kann.

Wie wird die 3 D Implantatplanung durchgeführt ?


Zunächst werden für die Implantatplanung anhand dreidimensionaler Computerbilder Schichtröntgenaufnahmen erstellt. Dabei trägt der Patient eine spezielle Schablone mit Markierungen im Mund, die sich im Röntgenbild wiederfinden.

Die Röntgendaten werden dann in den Computer eingelesen. Es entsteht ein dreidimensionales Bild der Zahn- und Kieferverhältnisse. Anhand dieses Bildes lässt sich der optimale Sitz des Implantats – die Position, der Winkel und die Tiefe – bestimmen. Darüber hinaus erhält der Arzt ausführliche Angaben über die Knochenstruktur und seine Qualität sowie zum Verlauf des Unterkiefernerves oder der Oberkiefer-Sinushöhlen.

Die Gefahr, dass Zahnwurzeln, Nachbarzähne, die Kieferhöhle oder Nerven bei der Implantation beschädigt werden, kann mit dieser Behandlungsmethode praktisch ausgeschlossen werden, da die Anatomie vollständig gekannt und sich die Planung an den vorhandenen Verhältnissen orientiert.

Integrierte dreidimensionale Diagnostik und Behandlungsplanung in der Implantologie. Ritter L, Neugebauer J, Scheer M, Karapetian V, Kusch J, Zöller Implantologie 2011, 253-259, Quintessenz Berlin

Die konventionielle Implantatplanung umfasst heute eine klinische Untersuchung am Patienten, die Modellanalyse, die Bestimmung des Knochenangebots bei starkem Knochenverlust durch ein digitales OPG sowie eine ausführliche Diskussion der Therapiemöglichkeiten mit den Patienten. So nimmt die Digitalisierung bei der Implantation innerhalb der modernen Zahnarztpraxis heute alle nötigen Schritte von der Planung mit implantatgetragenem Zahnersatz ein. Besonders bei der Sofortversorgung über gesetzte Zahnimplantate mit Zahnersatz sind computergestützte Verfahren in der Chirurgie und der Prothetik unerlässlich. Auch der Trend möglichst minimalinvasiv(Soft Implantology)und schonend zum implantologischen Behandgserfolg im Sinne des Patienten(Zahnersatz Senioren) zu kommen, bringt dreidimsionale Imiplantatplanungen immer mehr in den Vordergrund implantologischer Tätigkeit und Denken.

Von der digitalen Abformung, über einen virtuellen prothetischen Vorschlag, bis hin zu CAD/CAM gefertigten Bohrschablone und Zahnersatz sind alle konventionellen Arbeitsschritte heute durch digitale Prozesse ersetzbar. Für die Implantatplanung sind dabei vor allem die Daten der prothetischen Planung relevant. Die zuvor in der CAD/CAM Software erstellten Daten werden dabei mit den DVT-Daten und den Daten der 3-D-Fotografie registriert. Die dreidimensionale Diagnostik mithilfe der Dentalen Volumentomografie(DVT) nimmt dabei einen zentralen Stellenwert ein. Mithilfe dieser gewonnenen Daten kann die knöcherne Situation am Alveolarfortsatz in allen Dimensionen beurteilt und maßstabsgetreu vermessen werden. Weiterhin bieten diese 3-D-Daten die Grundlage für verschiedenste Sekundärrekonstruktionen wie die 3-D-Visualisierung sowie für die virtuelle Implantatplanung und deren Umsetzung mittels computergestützter Bohrschablonen. 

Was die dreidimensionale Implantatplanung alleine nicht bietet(Informationen über prothetische Planung, Weichgewebsprofil des Patienten) kann auf der Grundlage von CAD/CAM -Systemen für die Herstellung von Zahnersatz, zum anderen durch die dreidimsionale Fotografie des Patienten sinnvoll ergänzt werden.

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Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie 

Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)

Aktuelle Literatur zum Thema Implantatplanung:

Digitale Implantatplanung im Überblick. P.Ehrl Oralchirurgie Journal 4/2011
 

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Letzte Aktualisierung dieser Seite: 08.11.2011
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